Sicherheitstechnik ist Expertensache

Initiative „Nicht bei mir!“ rät zu individuellen, effektiven Präventionsmaßnahmen im privaten Bereich

Ein offenes Fenster macht es Einbrechern leicht. Wer vorsorgen will, sollte sich durch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen schützen. Foto: dpa
Ein offenes Fenster macht es Einbrechern leicht. Wer vorsorgen will, sollte sich durch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen schützen. Foto: dpa
Das Bundesinnenministerium hat die Zahlen zum Wohnungseinbruchdiebstahl in Deutschland für 2019 bekannt gegeben. Laut polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) sind die Einbrüche in Privathaushalte im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen: 87 145 Wohnungseinbrüche (inklusive Einbruchsversuche) wurden registriert, 10,6 Prozent weniger als im Vorjahr (2018: 97 504). Erfreulich ist außerdem, dass über 45 Prozent der Wohnungseinbrüche bereits beim Versuch scheiterten.

Hinzu kommen allerdings 86 604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen. Hier verzeichnet die PKS ein leichtes Plus (2018: 86 474 Fälle). Auch die Schadenssumme (nur Diebesgut/ Beute) ist wieder gestiegen: Auf 291,9 Millionen Euro. 2018 war sie mit 260,7 Millionen auf einem Rekord-Tief angelangt.

Angstwächst
Die Angst, selbst zum Opfer eines Einbruchs zu werden, hat laut Polizei ebenfalls wieder zugenommen: Rund jeder vierte Deutsche (24 Prozent) ist besorgt, dass in seine Wohnung oder sein Haus eingebrochen werden könnte. 2012 war das, laut Viktimisierungssurvey, nur jeder Fünfte (19 Prozent). „Nur individuell maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte können hier Abhilfe schaffen“, betont Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir!“. „Auch die Zahl der gescheiterten Versuche belegt dies wieder deutlich: Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich schützen das Zuhause nachweislich.“

2019 sind außerdem die staatlichen präventiven Maßnahmen intensiviert worden: Wer sein Eigenheim saniert oder altersgerecht umbaut, kann von den Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) profitieren, die Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz mit bis zu 1600 Euro fördert.

Interaktive Karte
Ob in der Bauplanung oder für die Nachrüstung – effektiver Einbruchschutz benötigt Fachwissen. Der Einbau von Sicherheitstechnik muss immer durch Experten erfolgen. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz informiert dazu online unter www.nicht-bei-mir.de. Interessierte finden auf einer interaktiven Karte unter www.nicht-bei-mir.de/experte-finden/ qualifizierte Sicherheitsunternehmen in ihrer Nähe. red