Unsere liebsten Weihnachtsmärkte

Es geht wieder los: Bald öffnen überall die kleinen Buden und laden zu Glühwein, Lebkuchen und Co. ein – Die Redaktion verrät ihre Favoriten

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Schöne Märkte der Region

Fast jede Gemeinde, jeder Ort in der Region hat inzwischen seinen eigenen Weihnachtsoder Adventsmarkt. Ob groß oder klein – jeder hat seinen ganz eigenen Charme. Alle registrierten Heimatreporter des Bürgerportals www.meine.stimme.de können die Atmosphäre mit der Kamera einfangen und die schönsten Fotos von Weihnachtsmärkten aus der Region online zeigen. Das Mitmachen ist ganz einfach: Registrieren oder anmelden, Fotos unter dem Weihnachtsmarkt-Beitrag hochladen und der Community Lust auf einen Besuch dort machen.

Direkter Link www.meine.stimme.de/90512
    
Wilhelm Müller GmbH & Co. KG

Feuerakrobatik im Pfälzerwald

Am 14. und 15. Dezember beeindruckt die Romantische Waldweihnacht in Johanniskreuz mit Leckereien, regionaler Kunst und Feuerakrobaten. Foto: Landesforsten RLP
Am 14. und 15. Dezember beeindruckt die Romantische Waldweihnacht in Johanniskreuz mit Leckereien, regionaler Kunst und Feuerakrobaten. Foto: Landesforsten RLP
Michelle Christin List
Michelle Christin List
Wem ein paar geschmückte Tannen in der Stadt für das richtige Weihnachtsfeeling nicht ausreichen, für den ist die Romantische Waldweihnacht in Johanniskreuz ein absolutes Muss. Am dritten Adventswochenende warten auf den Besucher mitten im schönen Pfälzerwald beim Haus der Nachhaltigkeit mehr als 70 Stände abseits vom Mainstream. Geöffnet ist die Romantische Waldweihnacht dieses Jahr am Samstag, 14. Dezember, von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag, 15. Dezember, von 10 bis 18 Uhr. Die riesige Auswahl an süßen und herzhaften Gerichten sowie Getränken bietet so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Und aus dem rustikalen Pfälzer Mini-Urschoppen schmecken Glühwein und Feuerzangenbowle gleich noch besser. Einen Besuch wert wäre die Waldweihnacht schon allein wegen der regionaltypischen Handwerkskunst aus dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Für ein besonders gemütliches und romantisches Ambiente sorgen im Dunkeln viele Fackeln und ein Lagerfeuer. Mein Highlight sind die Feuerakrobaten, die am Samstagabend mit ihrer Kunst beeindrucken.

Im Barock-Herz der Landeshauptstadt

Der Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt findet am ersten Adventswochenende rund um das Saarbrücker Schloss statt. Foto: Stadt Saarbrücken
Der Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt findet am ersten Adventswochenende rund um das Saarbrücker Schloss statt. Foto: Stadt Saarbrücken
Heiko Fritze
Heiko Fritze
Streng genommen hat Saarbrücken ja zwei Weihnachtsmärkte: Jenen auf dem St. Johanner Markt, der in der Adventszeit jeden Tag geöffnet hat. Und den Geheimtipp, der nur am ersten Adventswochenende zum Bummeln einlädt: Rund ums Saarbrücker Schloss treffen sich – dieses Jahr am Samstag, 30. November, und Sonntag, 1. Dezember – Saarländer, Ex-Saarländer und Besucher aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland. Das ist auch kein Wunder, denn die Atmosphäre in der barocken Altstadt, dem historischen Zentrum der Landeshauptstadt, ist viel heimeliger als im Einkaufsviertel auf der anderen Seite der Saar. Auch die gut 200 Stände im Schlosshof, auf dem Nanteser Platz und in den angrenzenden Gassen unterscheiden sich deutlich von einem gewöhnlichen Weihnachtsmarkt: Hier wird viel mehr Wert gelegt auf Kunsthandwerk und regionale Produkte von privaten Anbietern und gemeinnützigen Vereinen. Die Dekoration ist dezenter, die Beleuchtung nicht bunt oder grell. Man sollte bloß nicht zu spät kommen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen – denn wenn es dunkel wird, ist der Andrang recht groß.

Schoko ist Trumpf!

Passend zum Thema des Markts erhellen Lichtinstallationen die Tübinger Altstadt und lassen sie noch malerischer wirken. Foto: Alexander Gonschior
Passend zum Thema des Markts erhellen Lichtinstallationen die Tübinger Altstadt und lassen sie noch malerischer wirken. Foto: Alexander Gonschior
Christoph Kraft
Christoph Kraft
Streng genommen ist die Tübinger „ChocolART“ kein Weihnachtsmarkt. Das internationale Schokoladenfestival hat keine Stände, die selbst hergestellte Waren verkaufen und auch Glühwein sucht man hier vergebens. Dafür besticht der Markt durch seine unglaubliche Vielfalt an Schokolade! Mehr als 100 internationale Chocolatiers aus elf Ländern kreieren eigene, zum Teil ausgefallene Sorten mit Hanf oder Käse. 2018 erfreuten sich 250 000 Menschen an den süßen Köstlichkeiten. Neben der „klassischen“ Schoko-Tafel können die Besucher Kakaomalerei bestaunen, Ausstellungen besichtigen oder live bei der Herstellung des Tübinger „Chocolino“ zusehen. Wer Lust hat, kann sich eine Schokomassage gönnen. Auch vegane und fair gehandelte Schokolade ist in der grünen Universitätsstadt erhältlich, damit unterstützt die Stadt Bauern in Ecuador. Nicht zuletzt sei das Schokobier vom Restaurant Neckarmüller empfohlen. Das größte Schokofestival Deutschlands öffnet seine Tore von 3. bis 8. Dezember und hat bis 20 Uhr geöffnet, samstags sogar bis 22 Uhr. Es endet am Sonntag um 18 Uhr.

Holymess: Individuell und besonders

Beim Holymess Multimarkt in der Zigarre verkaufen Künstler am ersten Adventswochenende mit Liebe hergestellte Einzelstücke. Foto: Marie Munkelberg
Beim Holymess Multimarkt in der Zigarre verkaufen Künstler am ersten Adventswochenende mit Liebe hergestellte Einzelstücke. Foto: Marie Munkelberg
Milva-Katharina Klöppel
Milva-Katharina Klöppel
Räuchermännchen und Bienenwachskerzen sucht man auf dem „Holymess Multimarkt“ am ersten Adventswochenende, 30. November und 1. Dezember, in der Heilbronner Zigarre vergeblich. Dafür bieten mehr als 20 Aussteller absolute Unikate an. „Illustrationen, Handwerkskunst, Fotografien und Textil – für jeden ist etwas dabei“, erklärt Veranstalter Natalis Lorenz. „Außerdem findet zum zweiten Mal im Erdgeschoss der Flohmarkt mit Retrohelden statt – Actiontoys, Merch, Comics, Platten.“ In Städten wie Berlin, München oder Hamburg haben sich alternative Weihnachtsmärkte unter Namen wie Holy Shit Shopping längst etabliert. Statt Konsum steht die Kunst im Vordergrund. Der Holymess-Markt öffnet am Samstag um 11 Uhr, am Sonntag um 13 Uhr. Ouzo Bazooka aus Tel Aviv und Jacob Medrea aus Köln spielen am Samstagabend ab 21 Uhr im K2acht und die Daydreamtones am Sonntag ab 15 Uhr im Sheddachsaal. Um warme Speisen, Kuchen und Co. kümmert sich der Verein Klangvorhang. Mit seiner entspannten Atmosphäre bietet sich der Markt auch als Ziel für Familien an – der Eintritt ist frei.

Kunsthandwerk und Lichtermeer

Vom 28. November bis 22. Dezember erstrahlt der Thomas-Nast-Nikolausmarkt auf dem alten Messplatz im rheinland-pfälzischen Landau. Foto: Markus Hammer
Vom 28. November bis 22. Dezember erstrahlt der Thomas-Nast-Nikolausmarkt auf dem alten Messplatz im rheinland-pfälzischen Landau. Foto: Markus Hammer
Ranjo Doering
Ranjo Doering
Der Thomas-Nast-Nikolausmarkt im rheinland-pfälzischen Landau punktet mit Charme anstatt mit überdimensionaler Größe. Er ist dem in Landau geborenen und in Amerika berühmt gewordenen Karikaturisten Thomas Nast gewidmet, der unter anderem die Figur des Santa Claus in der Neuen Welt bekannt gemacht hat. Auf dem Marktplatz beeindruckt die Landauer Ausgabe vom 28. November bis 22. Dezember (täglich von 11 bis 20 Uhr) nicht nur mit einem Lichtermeer, der historischen Orgel für das Etagenkarussell und dem schön beleuchteten, weit über die geschmückten Häuschen hinausragenden Tannenbaum. Besonders ist der Fokus auf das Kunsthandwerk. Für außergewöhnliches Flair sorgen Töpfer, Goldschmied, Maler, Drechsler, Korbflechter, Buchbinder, Weber und Glasbläser, denen man in beheizten Pavillons tagtäglich bei der Arbeit zuschauen kann. Während meines Studiums gab es nach einem anstrengenden Vorlesungs-Marathon an der Universität nichts besseres, als den kalten Wintertag bei einer Tasse Glühwein und einer süßen Waffel vor dem schön beleuchteten Rathaus ausklingen zu lassen.

Gemütlichkeit unterm Viadukt

Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht beeindruckt mit einer imposanten Kulisse und regionalen Ausstellern. Foto: Hochschwarzwald Tourismus
Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht beeindruckt mit einer imposanten Kulisse und regionalen Ausstellern. Foto: Hochschwarzwald Tourismus
Jürgen Paul
Jürgen Paul
Allein für das Ambiente lohnt sich die zugegebenermaßen recht weite Anfahrt. Doch der Viadukt der Höllentalbahn in der Ravennaschlucht bei Breitnau im Schwarzwald verleiht dem dortigen Weihnachtsmarkt ein ganz besonderes Flair. Zumal es in diesem Jahr auch eine Lichtershow mit weihnachtlicher Musik geben wird. Der Markt selbst ist sein Eintrittsgeld (freitags 3,50 Euro, samstags/sonntags 4,50 Euro) aber ebenfalls wert. Die mehr als 40 Aussteller bieten ausschließlich regionale Geschenke und kulinarische Spezialitäten an, Billigware aus Fernost ist tabu. Eine dezente Beleuchtung sowie zahlreiche Fackeln und Feuerkörbe sorgen für eine heimelige Atmosphäre, die Stress schnell vergessen lässt – die perfekte Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit. Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht ist an allen vier Adventswochenenden freitags von jeweils 15 bis 21 Uhr, samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zu Anreise, Tickets und Programm unter www.hochschwarzwald.de/weihnachtsmarkt.

Heißer Apfelwein und viel Geschichte

Am dritten Adventswochenende, vom 12. bis 15. Dezember, verwandelt sich die Gelnhausener Altstadt in ein buntes Lichtermeer. Foto: Roland Adrian
Am dritten Adventswochenende, vom 12. bis 15. Dezember, verwandelt sich die Gelnhausener Altstadt in ein buntes Lichtermeer. Foto: Roland Adrian
Elfi Hofmann
Elfi Hofmann

Die hessische Fachwerkstadt Gelnhausen liegt zwischen Frankfurt und Fulda. Während des dritten Adventswochenendes erstrahlt am Obermarktbrunnen ein großer Adventskranz. Mit einem Durchmesser von 14,50 Meter ist er einer der größten in Deutschland. Die Besucher können den „Kranz der Hoffnung“ zugunsten der Gelnhäuser Tafel mit Christbaumkugeln und guten Wünschen schmücken. Die ehemalige Bürgerschule am Obermarkt wird während der Adventszeit zum größten Adventskalender der Region. Jeden Abend öffnet sich eines von 24 Fenstern. An einigen Ständen gibt es heißes Bier oder Apfelwein. Und den muss man, wenn man in der Region rund um Frankfurt zu Besuch ist, einfach getrunken haben. Schließlich ist für die Hessen ihr „Stöffle“ heilig. Während des Weihnachtsmarkts ist allerdings nicht nur der Platz rund um den Obermarkt festlich geschmückt. Auch die kleinen Seitengassen sind einen Besuch wert. Wer neben Glühwein und Bratwurst auch noch etwas dazu lernen möchte, der kann an einer Weihnachtsführung durch die Barbarossastadt teilnehmen.