Neckarsulmer Zweiradmuseum bekommt neues Museumsdach

NECKARSULM: Stadt wertet historisches Schloss- und WG-Areal mit knapp 1,5 Millionen Euro auf

Das Zweiradmuseum bekommt ein neues Dach aus Biberschwanzziegeln. Damit reagiert die Stadt auch auf die heftigen Unwetter, bei denen sich Ziegel gelöst hatten. Für die Sanierungsarbeiten stehen 1,46 Millionen Euro zur Verfügung. Foto:Archiv/Gajer
Das Zweiradmuseum bekommt ein neues Dach aus Biberschwanzziegeln. Damit reagiert die Stadt auch auf die heftigen Unwetter, bei denen sich Ziegel gelöst hatten. Für die Sanierungsarbeiten stehen 1,46 Millionen Euro zur Verfügung. Foto:Archiv/Gajer
Die Stadt Neckarsulm erneuert sämtliche Dächer im historischen Areal rund um das Deutschordensschloss. Die Fassaden des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums im Deutschordensschloss und das Gebäude der Weingärtnergenossenschaft (WG) Neckarsulm-Gundelsheim werden in diesem Zuge überarbeitet. 

Drei Bauabschnitte  
Für diese Maßnahme zur Gebäudeunterhaltung und Verkehrssicherung bewilligte der Gemeinderat Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 1,46 Millionen Euro. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten verteilt über zwei Jahre ausgeführt.

Die Sanierungsmaßnahme umfasst das Deutschordensschloss, den Schlossturm, die Museumsstuben und das WG-Gebäude. Die Dächer der Gebäude werden komplett neu eingedeckt. Dabei werden die alten, zumeist brüchigen Ziegel durch neue Biberschwanzziegel ersetzt. Auch das mit Dachpfannen gedeckte WG-Gebäude erhält ein neues Dach aus Biberschwanzziegeln. Die neuen Ziegel werden zusätzlich gegen Windsog gesichert. Damit reagiert die Stadt auf die zunehmenden und heftiger werdenden Unwetterereignisse. Beim jüngsten Sturm Anfang Februar dieses Jahres lösten sich einzelne Ziegel vom Dach des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums und fielen in den öffentlichen Straßenraum. Seitdem ist das Museumsdach mit Netzen gesichert.

Für die Sanierungsarbeiten müssen alle Gebäude in dem Areal eingerüstet werden. Die Stadt nutzt diese Gelegenheit, um zusätzlich die Fassaden des Zweiradmuseums und des WG-Gebäudes zu überarbeiten. Die Fassaden werden neu gestrichen und die Zinnen an den Giebeln des Deutschordensschlosses mit Naturstein- und Verputzarbeiten aufgearbeitet. So wird das Erscheinungsbild des historischen und repräsentativen Gebäudeensembles in diesem Areal insgesamt aufgewertet.

Sanierungsbeginn
Die Sanierungsarbeiten beginnen im Sommer mit dem Schlossturm. Im zweiten Bauabschnitt folgen das Zweiradmuseum und der nördliche, an die Urbanstraße angrenzende Teil des WG-Gebäudes. Der dritte Abschnitt umfasst das WG-Hauptgebäude und die Museumsstuben und soll bis Mitte 2021 rechtzeitig zur zentralen Jubiläumsfeier 1250 Jahre Neckarsulm abgeschlossen sein. snp

Sämtliche Feste entfallen

NECKARSULM: Der Vorstand des Kultur- und Sportausschusses und die Stadt haben bei einem Arbeitstreffen unter Leitung von Oberbürgermeister Steffen Hertwig entschieden, das Ganzhornfest am ersten Septemberwochenende abzusagen. „Das Thema wurde durchaus kontrovers diskutiert“, berichtet der OB. Nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente habe man sich aber einvernehmlich für die Absage entschieden. „Die Vertreter der Vereine und der Stadt sahen keine Möglichkeit, mit so vielen Besuchern gemeinsam unbeschwert zu feiern und dabei gleichzeitig die weiter geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.“ Ein Festbetrieb unter strengen Auflagen und Kontrollen wäre nicht durchführbar gewesen, ist Hertwig überzeugt. „Das hätte auch nicht zu dem fröhlichen Charakter dieses Festes gepasst.“

Laut aktueller Corona-Verordnung des Landes sind Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten. Dieses Verbot betrifft etliche Veranstaltungen der Stadt, die allesamt in diesem Jahr nicht stattfinden können. Im Einzelnen sind dies das Neckarsulmer Weindorf (5. – 7. Juni), das bereits abgesagte Eberwinfest in Obereisesheim (4. – 6. Juli), die Konzertreihe Donnerstags in die City im Juli und August, das Dahenfelder Dorffest (18. – 20. Juli) und das Musikschulfest am 19. Juli.

Außerdem entfallen auch die Interkulturelle Woche mit dem Internationalen Fest und die städtische Seniorenfeier in der Ballei am 29. September. snp

Neues Kletterparadies im Stadtpark

Der neue Ü 6-Spielplatz im Stadtpark lädt zum Klettern ein. Foto: Bauhof
Der neue Ü 6-Spielplatz im Stadtpark lädt zum Klettern ein. Foto: Bauhof
NECKARSULM: Darauf haben die Kinder in Neckarsulm schon gewartet: Die Spielplätze im Stadtgebiet sind wieder geöffnet. Für alle ab sechs Jahre gibt es zusätzlichen Grund zur Freude: Sie können im Stadtpark einen ganz neuen Spielplatz erkunden. Er ist ein wahres Kletterparadies und befindet sich südöstlich des Albert-Schweitzer-Gymnasiums direkt neben dem Spielplatz für die Kleineren.

Herzstück ist ein neun Meter hoher Pyramidenturm mit seitlich angedockter Tunnelrutsche. Daneben laden eine Kletterstruktur aus handgearbeiteten, unregelmäßigen Rundhölzern und ein Kletterwald mit Eichenstämmen, Laufseilen und einem Spinnennetz aus Spezialseilen zum Klettern, Balancieren, Sitzen und Liegen ein. Alle Spielgeräte sind miteinander verbunden, so dass sich die Kinder von einem Gerät zum anderen hangeln können, ohne den Boden zu berühren. Als weiterer Aufenthaltsbereich für Kinder und Eltern dient ein Sitzpodest mit Holzoberfläche.

Weiter östlich bildet eine spiralförmig gewundene Spielskulptur aus ökologisch und nachhaltig produziertem Accoya-Holz einen besonderen Blickfang. Das Gelände zwischen dem Kletterensemble und der Spielskulptur wird vom Bauhof neu modelliert. Dort entsteht eine Spielwiese in Form einer ovalen Mulde. snp

„1250 Neckarsulmer Bilder“

Lieblingsmotive fürs Jubiläum einsenden – Volkslied als Botschafter

NECKARSULM :Die Stadt bereitet sich weiter auf das 1250. Jubiläum im nächsten Jahr vor. Mit einem großen Veranstaltungsprogramm zeigt sich Neckarsulm 2021 voller Leben, ganz wie es der Jubiläumsslogan verspricht: „1250 Jahre vollerleben“. Auch die Bürger sind dazu aufgerufen, sich an dem Jubiläumsprogramm zu beteiligen, die Vielfalt in ihrer Stadt zu demonstrieren und den Jubiläumsslogan mit Leben zu füllen. Zu den integrativen Aktionen gehört das Projekt „1250 Neckarsulmer Bilder“.

Außergewöhnlich
Die Stadt veranstaltet das Projekt in Zusammenarbeit mit der Neckarsulmer Künstlerin Evi Böhringer-Kerner. Ziel ist es, das was Neckarsulm aus Sicht der Bürger einzigartig macht, öffentlich zu dokumentieren. An dieser Aktion können sich Neckarsulmer Einwohner aus allen Bevölkerungsgruppen und Altersklassen beteiligen. Gesucht werden persönliche Lieblingsbilder oder außergewöhnliche Fotomotive. Das können etwa Stadtansichten, Landschaftsbilder oder Lieblingsorte sein, aber auch Fotos von lieb gewonnenen Aktivitäten, Hobbys, Sportarten, Mitmenschen oder bestimmten persönlichen Vorlieben wie zum Beispiel die Lieblingsgaststätte.

Teilnehmer können die Bilder auf elektronischem Weg an die Stadtverwaltung, per E-Mail an: 1250NeckarsulmerBilder@Neckarsulm.de senden.

Die Fotos sollten möglichst hochauflösend sein mit einer Punktdichte von mindestens 300 dpi und im Querformat aufgenommen werden. Beim Foto-Shooting im Stadtgebiet beachten die Fotografen bitte die in der Corona-Krise geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Mit dem Einsenden der Bilder treten die Teilnehmer alle Bildrechte an die Stadt ab. Die ausgewählten Bilder werden in einer besonderen öffentlichen Installation gezeigt.

Neuinterpretation
Beteiligen können sich Neckarsulmer Bürger auch an dem Projekt „Jubiläumssong 2021“. Bei dieser ebenfalls integrativen Aktion können Teilnehmer daran mitwirken, das bekannte Volkslied „Im schönsten Wiesengrunde“ von Wilhelm Ganzhorn neu zu interpretieren. Die Aktion ist im Frühjahr dieses Jahres gestartet und richtet sich an Chöre, Orchester, Gesangsvereine, Musiker und Sänger. Weitere Teilnehmer sind willkommen.

Interessierte melden sich bitte bei dem Geschäftsführer des Vereins Kreatief, Martin Renner, Telefon 0178 5483836, E-Mail an: martin.renner@gmail.com.

er Jubiläumssong soll das Stadtjubiläum als „musikalischer Botschafter“ begleiten und bei verschiedenen Anlässen öffentlich aufgeführt werden. snp

Nächste Schritte zur Verbundschule

Start im Albert-Schweitzer-Gymnasium – Ab 2021/22 ist Johannes-Häußler-Schule Interimsstandort

NECKARSULM: Der Gemeinderat hat die nächsten Schritte zur Einrichtung der Verbundschule beschlossen und Planungsleistungen für den Interimsbetrieb der neuen Sekundarschule am Standort der Johannes-Häußler-Schule vergeben. Die Verbundschule startet zum Schuljahr 2020/2021 übergangsweise im Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) und setzt dann ihren Betrieb im darauf folgenden Schuljahr in der Johannes-Häußler-Schule fort.

Zusätzliche Räume
Der Gemeinderat beauftragte das Büro GUS Architekten und Ingenieure aus Stuttgart, die Nutzungs- und Belegungspläne für den Interimsbetrieb vom Schuljahr 2021/2022 an zu entwickeln und auf dieser Grundlage den zusätzlichen Raumbedarf an der Häußler-Schule zu ermitteln. Dafür genehmigte das Gremium Mittel in Höhe von 62 100 Euro. Für die Verbundschule müssen neue Räume bereitgestellt werden. Zudem gilt es, einen möglichst reibungslosen Betrieb für die bestehenden Schularten an der Johannes-Häußler-Schule zu organisieren. Weitere Unterrichtsräume sollen in modularer Bauweise entstehen. Um hierfür Platz zu schaffen, beschloss der Gemeinderat den Abbruch des Gebäudes Karlstraße 1 für 55 000 Euro. Die Verbundschule vereint Gemeinschafts-, Werkreal- und Realschule unter einem Dach. In dieser Kombination ist die Verbundschule nach dem Neckarsulmer Modell landesweit bislang einmalig. Ziel des Modellkonzepts ist es, in Neckarsulm alle Schularten inklusive Gemeinschaftsschule dauerhaft zu erhalten.

Weiterer Ausbau
Am Standort des ASG geht die Verbundschule zunächst mit den fünften Klassen aller drei Schularten in Betrieb. Räume wurden umgestaltet, ein Rektorat und ein Sekretariat geschaffen. Weil die Verbundschule jedes Schuljahr eine weitere Klassenstufe hinzubekommt, wächst der Raumbedarf entsprechend. Daher dient das ASG für das erste Schuljahr als Übergangsquartier und die Johannes-Häußler-Schule als zweiter Interimsstandort. In der Zwischenzeit errichtet die Stadt am früheren Standort des alten Hallenbades in der Pichterichstraße ein neues Schulgebäude, das zum Schuljahr 2024/2025 den Betrieb aufnehmen soll. Der Neubau wurde als förderfähig anerkannt; das Staatliche Schulamt Heilbronn hat die Verbundschule förmlich genehmigt. „Mit der Verbundschullösung verfügt der Schulstandort Neckarsulm über ein verlässliches, flexibles und zukunftsorientiertes Angebot, das allen Kindern und Jugendlichen eine passende und optimale Schulbildung ermöglicht“, betonte OB Steffen Hertwig. snp