Mehr Personal

Mit 16 982 Mitarbeitern ist Audi in Neckarsulm nach wie vor der größte Arbeitgeber in der Region. Auf den Autobauer warten in den kommenden Jahren zahlreiche Herausforderungen. Foto: Audi
Mit 16 982 Mitarbeitern ist Audi in Neckarsulm nach wie vor der größte Arbeitgeber in der Region. Auf den Autobauer warten in den kommenden Jahren zahlreiche Herausforderungen. Foto: Audi
Die größten Unternehmen in der Region Heilbronn-Franken haben auch im vergangenen Jahr Jahr tausende neue Stellen geschaffen. Das zeigt die Rangliste der 75 größten Arbeitgeber in der Region, die die Wirtschaftsstimme jedes Jahr exklusiv erstellt. Auf vergleichbarer Basis haben die Unternehmen im Zeitraum von Oktober 2018 bis Oktober 2019 rund 3750 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Die meisten Jobs hat die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) geschaffen: Binnen Jahresfrist hat das Handelsunternehmen seine Belegschaft in der Region um 719 Frauen und Männer erhöht. Mit nunmehr 15 099 Mitarbeitern in Heilbronn-Franken hat die Schwarz-Gruppe den Abstand auf Platzhirsch Audi verkürzt. Beim Autobauer lässt sich die seit Monaten schwelende Krise noch nicht an der Stammbelegschaft ablesen, die mit 16 982 Mitarbeitern nahezu auf dem hohen Niveau des Vorjahres liegt.
  
Der Personalbedarf bei der Schwarz-Gruppe – Lidl und Kaufland – ist unverändert groß. Das Unternehmen expandiert weiter. Foto: dpa
Der Personalbedarf bei der Schwarz-Gruppe – Lidl und Kaufland – ist unverändert groß. Das Unternehmen expandiert weiter. Foto: dpa
Kräftig eingestellt haben im Betrachtungszeitraum auch Würth und Bosch, die Nummern drei und vier in der Rangliste. Das Hohenloher Handelsunternehmen hat seine regionale Belegschaft um 403 Mitarbeiter gestärkt, beim Technologiekonzern Bosch kamen sogar 600 neue Kollegen dazu. Bemerkenswert ist der unverändert hohe Personalbedarf beim Satteldorfer Bauunternehmen Leonhard Weiss und beim Neckarsulmer IT-Dienstleister Bechtle – beide haben jeweils 198 Mitarbeiter in der Region zusätzlich eingestellt. Deutliche Zuwächse verzeichnen auch die großen Mittelständler Schunk aus Lauffen (plus 150), Wittenstein aus Igersheim (plus 149), Recaro aus Schwäbisch Hall (plus 246) und Rommelag aus Sulzbach-Laufen (plus 200).

Doch es gibt auch Unternehmen, die ihre Belegschaften teils deutlich verkleinert haben. Beim Freudenberger Möbelhersteller Rauch etwa sind es 160 Mitarbeiter weniger, bei Unilever mit dem Knorr-Werk in Heilbronn sank die Beschäftigtenzahl um 135 Männer und Frauen. Bei Continental, ehemals Hornschuch in Weißbach, ist das dicke Minus dagegen einer neuen Zählweise im Konzern geschuldet. Denn die etwa 100 Auszubildenden und dualen Studierenden werden nicht mehr zu den Mitarbeitern gezählt. frz
  

Liebe Leserinnen und Leser,

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das neue Jahr ist noch nicht einmal ganz zwei Monate alt, da hallen schon die ersten Rufe nach einer Erhöhung der staatlichen Investitionen durch die Republik. Bereits seit knapp einem Jahr wächst die Wirtschaft in Deutschland kaum noch. Aber sind wir doch mal ehrlich: Ein Abschwung fühlt sich ganz anders an. Es herrscht nahezu Vollbeschäftigung, die Steuereinnahmen steigen und die Börsenkurse sind weitgehend stabil. Ob nun eine Rezession droht oder nicht – niemand kann es heute mit Gewissheit sagen.

Aber egal was kommt: Die Region Heilbronn-Franken kann sich glücklicherweise auf ein stabiles wirtschaftliches Fundament verlassen. Gerade in Krisenjahren hat sich das in der Vergangenheit immer wieder ausgezahlt. Egal ob Maschinenbau, IT, Automobilindustrie, Banken und viele Branchen mehr: In der Region ist Vielfalt Trumpf. Viele Unternehmen, ob Familienbetrieb oder Aktiengesellschaft sind Marktführer in ihrem Bereich. Ihnen ist diese Sonderbeilage gewidmet. Diese Unternehmen spiegeln die Innovationsfreude und die gelebte Leidenschaft wider, die die gesamte Wirtschaftsregion auszeichnet. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.
   
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Alexander Schnell,
Ressortleiter Leben & Freizeit,
Chefredaktion