Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig: Partnerstädte

NECKARSULM: OB Hertwig wünscht Partnerstädten Kraft, Durchhaltevermögen und Stärke

Mutmacher in Zeiten von Corona: Mit einer Botschaft der Verbundenheit wandte sich jetzt Neckarsulms OB Steffen Hertwig an die Partnerstädte. Foto: Archiv/Kugler
Mutmacher in Zeiten von Corona: Mit einer Botschaft der Verbundenheit wandte sich jetzt Neckarsulms OB Steffen Hertwig an die Partnerstädte. Foto: Archiv/Kugler
In der Corona-Krise hat Oberbürgermeister Steffen Hertwig eine Botschaft der Verbundenheit an die Neckarsulmer Partnerstädte gesendet. In seinem Schreiben an seine Amtskollegen in Carmaux (Frankreich), Bordighera (Italien), Grenchen (Schweiz), Zschopau (Bundesland Sachsen) und Budakeszi (Ungarn) versichert Steffen Hertwig: „Die Stadtverwaltung, der Gemeinderat und ich sind in Gedanken bei unseren Partnerstädten.“ 

Zusammenhalt  
Steffen Hertwig ruft alle zum Zusammenhalt auf, um die Pandemie in den Griff zu bekommen und zur Normalität zurückkehren zu können, und zeigt sich zugleich zuversichtlich: „Dies wird ein langer Weg, jedoch bin ich optimistisch gestimmt.“

Schließlich wünscht er der Bevölkerung in den Partnerstädten „viel Kraft, Durchhaltevermögen und Stärke“ und verbindet dies mit den „besten Genesungswünschen für alle erkrankten Personen“. Dafür bedankten sich der Bürgermeister von Bordighera, Vittorio Ingenito, der Grenchener Stadtpräsident Francois Scheidegger und der Oberbürgermeister der Stadt Zschopau, Arne Sigmund.

„Die Krise verdeutlicht, wie wichtig ein geeintes Europa ist.“

Bürgermeister Alain Espié

In den Gesprächen und Nachrichten bestätigten sie, dass alle Partnerstädte von der Krise betroffen seien, betonten aber, wirksame Maßnahmen ergriffen zu haben, um die Situation zu meistern. Insofern sind auch die Partnerstädte zuversichtlich, die Krise zu überwinden.

Carmaux und Budakeszi erwiderten den Ende März verschickten Brief des Oberbürgermeisters mit einem Antwortschreiben. Darin wünschten sie den Neckarsulmern, den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und OB Steffen Hertwig viel Kraft und gute Gesundheit. „Auch zwischen den europäischen Ländern gibt es eine große Solidarität“, urteilte Bürgermeister Alain Espié in seinem Antwortbrief. Die Krise verdeutliche, „wie wichtig ein geeintes Europa ist“. Er könne nur hoffen, „dass Europa gestärkt aus dieser Krise kommen wird“.

Gute Beziehung
Bürgermeisterin Dr. Ottilia Györi übermittelte Grüße der Stadt Budakeszi zum Welttag der Partnerstädte am 26. April. Die Pflege und Bereicherung der Beziehung, welche Budakeszi und Neckarsulm verbinde, habe für sie „auch in dieser schweren Zeit eine große Bedeutung“, bekräftigte sie und versprach, auch in Zukunft alles dafür zu tun, „diese gute Beziehung aufrechtzuerhalten und noch zu bestärken“. snp

Regelbetrieb bei Bus und Bahn

NECKARSULM: Aufgrund des anlaufenden Schulbetriebs haben Busse und Bahnen im HNV den normalen Fahrplanbetrieb wieder aufgenommen. Auch der Neckarsulmer Stadtbus fährt nach Schultagesfahrplan. Hiervon unberührt sind die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie das Tragen einer Maske am Bahnsteig, an der Haltestelle oder im Fahrzeug. Infos hierzu gibt es unter www.neckarsulmer-stadtbus.de unter Aktuelles>Corona-Krise: Maskenpflicht in Bahn und Bus. Auch das Stadtbusunternehmen Zartmann hat die Fahrzeugkapazitäten sofort wieder auf die volle Größe hochgefahren und setzt wieder seine Anhängerzüge ein. snp

INFO
Weitere Infos zum Nahverkehr Online unter vm.baden-wuerttemberg.de und www.neckarsulmer-stadtbus.de

Jugendmusikschule startet mit Einzelunterricht

Saiten- und Tasteninstrumente sowie Schlagzeug machen den Anfang

NECKARSULM: Nach der Mediathek und den städtischen Museen hat nun auch die Städtische Musikschule den Unterrichtsbetrieb wieder eingeschränkt und unter strengen Hygienevorgaben aufgenommen. Seit Dienstag findet dort wieder Präsenz-Einzelunterricht statt, jedoch zunächst nur für Saiten- und Tasteninstrumente sowie Schlagzeug.

Einlasskontrolle
Zur Organisation des Unterrichts im Detail nehmen die Lehrkräfte mit den Eltern direkt Kontakt auf. Einlass ins Gebäude erhalten nur Schülerinnen und Schüler der Städtischen Musikschule, und zwar ausschließlich zur vereinbarten Unterrichtszeit.

Das Betreten der Musikschule wird durch eine Eingangskontrolle überwacht. In Zeiten ohne Eingangskontrollen werden die Schülerin beziehungsweise der Schüler von der Lehrkraft am Eingang abgeholt.

Die Schüler betreten und verlassen das Gebäude durch unterschiedliche Zu- und Ausgänge. Der Zugang führt durch den Haupteingang. Der Ausgang durch die Tür im Erdgeschoss ist gekennzeichnet.

Maskenpflicht
Schüler und Personen, die sich im Gebäude aufhalten, müssen eine Alltagsmaske tragen, wie sie auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen in Geschäften vorgeschrieben ist.

Für die Dauer des Unterrichts kann die Maske abgenommen werden. Der Einzelunterricht findet in ausreichend großen Unterrichtsräumen statt, so dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.

Im Übrigen gilt der Hygieneplan vom 11. Mai, der den Eltern bereits übermittelt wurde. Der Hygieneplan für die Städtische Musikschule Neckarsulm folgt den Hygienehinweisen des baden-württembergischen Kultusministeriums für die Schulen. Er ist unter der Adresse www.musikschule-neckarsulm.de online abrufbar. snp

Alternativen zum Gottesdienst

NECKARSULM: Zwar ist es nach den Lockerungen der Coronaschutzmaßnahmen seit vergangenem Wochenende wieder erlaubt, Gottesdienste zu feiern, dennoch bietet die Neckarsulmer Martin-Luther-Kirche Alternativen dazu an. Bei Pfarrer Dieter Steiner ist der Gottesdienst auch weiterhin in schriftlicher Form erhältlich. Diesen gibt es wöchentlich entweder per E-Mail oder per Post.

Bei Interesse an Pfarrer Dieter Steiner, Telefon 07132 81737, oder per E-Mail an pfarramt.neckarulm.mlk@elkw.de, wenden. NSt

Rennlegenden aus 25 Jahren Zweiradgeschichte

Museum wieder geöffnet – Sonderausstellung zeigt 24 extrem seltene Motorräder – Digitaler Besuch mit 360°-Rundgang

24 Rennlegenden aus 25 Jahren sind im ab sofort wieder geöffneten Neckarsulmer Zweiradmuseum zu sehen. Die Sonderausstellung läuft bis Januar 2021. Foto: Daub
24 Rennlegenden aus 25 Jahren sind im ab sofort wieder geöffneten Neckarsulmer Zweiradmuseum zu sehen. Die Sonderausstellung läuft bis Januar 2021. Foto: Daub
NECKARSULM: Wochenlang hatte das Zweiradmuseum geschlossen, um zur Eindämmung des Coronavirus’ beizutragen. Jetzt sind die Pforten wieder geöffnet – und die neue Sonderausstellung „Meister aller Klassen – Rennlegenden 1960 bis 1985“ kann „endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden“, freut sich Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz. Gezeigt werden 24 seltene Rennmodelle. Diese berichten von 25 Jahren im Motorradrennsport, einer Epoche, die wohl als letzte mit einer breitgefächerten Markenvielfalt Sportgeschichte schrieb.

Ungewöhnlich
Zu sehen sind ungewöhnliche Eigenentwicklungen von Technikern, Ingenieuren und technisch versierten Fahrern. Ausgestellt werden die Rennmaschinen großer Firmen, die die deutsche Meisterschaft und die Weltmeisterschaft anführen sollten. Nicht nur PS-Fans werden begeistert sein, denn die Zeit vor der MotoGP, vor „Il Dottore“ Rossi und den Aprilias, wurde beherrscht von Rennen in fünf Hubraumklassen und vielen verschiedenen Marken. So ist die originale Vierzylinder-Honda-Werksrennmaschine (1964) des sechsfachen Weltmeisters Jim Redman zu sehen. Daneben gibt es den allerersten Yamaha TD-Production Racer, der jemals ein Rennen in Europa gewann. Eine Kawasaki KR250 wie die des fünffachen Weltmeisters Toni Mang lässt die Herzen ebenso schneller schlagen wie das „König“- Vizeweltmeistergespann von 1973.

Experimentelle Rennmotorräder des französischen Elf-Teams, die legendären Langstreckenrennmaschinen von Honda des Eckert-Teams und Graeme Crosbys Suzuki sowie Helmut Dähnes Formel 750-BMW zeugen von einer aufregenden Zeit des Motorradrennsports. Zu sehen ist zudem das Werk einer genialen Konstrukteursgemeinschaft – die Vier-Zylinder URS von Helmut Fath aus dem Odenwald sowie weitere mutige Versuche wie die FKS oder die SMZ, die auch Dieter Braun fuhr. Die italienische Meisterschafts-Paton von 1967 und die frühen Rennversuche von Ducati auf dem Weg zum legendären desmodromisch gesteuerten V-Motor sind ebenso dabei wie MZ-Rennzweitakter aus Zschopau. Außerdem sind zwei Jawas aus der ehemaligen CSSR dabei, die das Ringen um die Weltmeisterschaft mit hervorragenden Konstruktionen aufnahmen.

„Die Zeiten waren so einzigartig, weil es keine Einschränkungen wie heute gab.“

Weltmeister Jim Redman

Die Sonderschau zeigt, wie sich die europäische Motorradwelt in den 15 Jahren seit Kriegsende komplett veränderte. Das waren die Jahre, in denen Motorradfirma nach Motorradfirma vor dem Autoboom kapitulierte und vom Markt verschwand. Hand in Hand damit dünnte sich die Präsenz der großen Marken aus. Es blieb wenigen Unternehmen und vielen Privatfahrern mit Eigenengagement überlassen, ihren Sport am Leben zu erhalten, ehe die Japaner wieder leistungsstarke Rennmaschinen bauten.

Technikrüsten
Ein Technikrüsten begann: Infernalisch kreischende und oft wenig berechenbare Zweitakter erkämpften ihre Dominanz gegen markerschütternd röhrende mechanische Viertakt-Wunderwerke. Nach und nach hielt individualistische Gestaltung an Helmen und Rennkombis Einzug und grellbunte Werbeträger nutzten jede freie Fläche an Mensch und Maschine. Der sechsfache Weltmeister Jim Redman fasst es prägnant zusammen: Die Zeiten waren so einzigartig, weil es keine Einschränkungen wie heute gab.“

Online
Wer die Sonderschau, die bis 21. Januar 2021 läuft, nicht vor Ort ansehen kann: Unter www.zweiradmuseum360.de gibt es einmaliges historisches Bildmaterial, das in der Ausstellung sowohl auf Wandtafeln als auch in einer Videopräsentation mit Originalsound zu sehen ist und einen digitalen 360-Grad-Rundgang mit vertiefenden Infos, Detailfotos und Videos. NSt
   

Corona-Regeln

Das Deutsche Zweiradmuseum wird den Einlass ins Foyer und die Sammlungs- und Ausstellungsbereiche durch Personal und Bodenmarkierungen regeln. Das Reinigungskonzept wird intensiviert und die Taktung erhöht. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Besuchs ist Pflicht. Der Kaffee und Getränkebereich bleibt geschlossen, der Museumsshop ist unter strengen Bedingungen nutzbar. Führungen und Veranstaltungen finden keine statt, Audioguides werden nicht ausgegeben. Geöffnet ist das Museum dienstags bis sonntags und feiertags von 10 bis 17 Uhr.  NSt