Neckarsulmer Stimme

Zweites Jahr des Inklusionsmodells beendet: NECKARSULM Elf Schüler mit Behinderung der Astrid-Lindgren-Schule erhalten von Audi Teilnahme-Zertifikat

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Bei Audi Neckarsulm wurde jetzt das zweite Jahr des Inklusionsmodells beendet. Elf Schülerinnen und Schüler erhielten ein Teilnahme-Zertifikat. Foto: privat
Bei Audi Neckarsulm wurde jetzt das zweite Jahr des Inklusionsmodells beendet. Elf Schülerinnen und Schüler erhielten ein Teilnahme-Zertifikat. Foto: privat
Elf Schüler mit geistiger und körperlicher Behinderung der Astrid-Lindgren-Schule in Heilbronn haben während des vergangenen Schuljahres beim des Audi Inklusionsmodell Zeit am Standort Neckarsulm verbracht.

Herzensangelegenheit Je nach Kompetenzprofil lernten die Schüler spielerisch Prozesse und Abläufe rund ums Auto kennen, erlebten es mit allen Sinnen oder arbeiteten gemeinsam mit Auszubildenden an verschiedenen Lernstationen.

Dabei montierten sie zum Beispiel Türen für Kundenautos vor. Bei der Abschlussveranstaltung des zweiten Jahrs des Audi-Inklusionsmodells erhielten die Schüler nun ein Zertifikat für ihre Teilnahme. „Das Audi-Inklusionsmodell ist für alle Beteiligten eine Herzensangelegenheit. Es ermöglicht uns einen Blick über den Tellerrand der Automobilindustrie hinaus. Da bauen wir Berührungsängste ab und übernehmen als Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung“, sagt Andrea Haffner, Leiterin des Audi-Trainingscenters in Neckarsulm.“

Die Audi-Auszubildenden nehmen beim Inklusionsmodell eine besondere Rolle ein: Sie sind Ansprech- und Lernpartner für die Schüler an den Lernstationen. In diesem Jahr entwickelten sie außerdem gemeinsam mit dem Trainingscenter eine Lerneinheit für die Schüler, die nun fester Bestandteil des Programms wird.

Bereichsübergreifend „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mein Wissen an die Schüler weitergeben zu können. Ich hoffe, dass ich im nächsten Schuljahr wieder beim Inklusionsmodell dabei sein darf“, sagt Luca Uzzau, Auszubildender für Fertigungsmechanik im zweiten Lehrjahr. Das 2017 ins Leben gerufene Audi-Inklusionsmodell in Neckarsulm ist das Ergebnis bereichsübergreifender Zusammenarbeit: Trainingscenter, Lernstationsbeauftrage und Auszubildende engagieren sich gemeinsam für junge Menschen mit Handicap. „Dabei lernen nicht nur die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule - auch die Audianer nehmen wertvolle Erfahrungen mit an den Arbeitsplatz“, erklärt Fred Wonka, Leiter Programmplanung und Fahrzeugsteuerung Neckarsulm und Pate des Modells. „Nach einer erfolgreichen Pilotphase im Schuljahr 2016/17 entstand aus dem Inklusionsmodell eine feste Kooperation, auf die wir stolz sind.“

3500 Teilnehmer Im Jahr 2017 erhielt die Marke mit den vier Ringen den „Inklusionspreis der Wirtschaft“ in der Kategorie „Konzern“ für die vorbildliche Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Insgesamt beschäftigt die Audi AG aktuell beinahe 3500 Menschen mit Behinderung an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm, das entspricht einer Schwerbehindertenquote von 6,6 Prozent (Stand: Juni 2019).

Am 30. September ist Audi Gastgeber der Konferenz „Chefsache Inklusion“ des Bundesverbands Deutscher Berufsförderungswerke in Ingolstadt. Zu dieser Veranstaltung wird unter anderem Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, erwartet. NSt

Radtour der Sport-Senioren

NECKARSULM Die Senioren der Neckarsulmer Sport-Union unternehmen am Dienstag, 27. August, eine Fahrradtour nach Bitzfeld. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Eingang zum Friedhof am Wald in der Kalbenstraße.

Die Tour führt über Dahenfeld, Neuenstadt, Brettach und Langenbeutingen nach Bitzfeld. Dort wird in einem Restaurant zum Mittagessen eingekehrt. Die Fahrstrecke ist – mit Ausnahme einer kurzen Steigung – überwiegend eben.

Anmeldungen bis spätestens heute, Freitag, 23. August, bei Gerda und Alfred Kulik, Telefon 07132 81032. Dies gilt auch für diejenigen, die mit dem Auto fahren und zur Einkehr dazukommen wollen. khl

Bürgertreff besucht Matisse-Ausstellung

NECKARSULM „Inspiration Matisse“ heißt eine Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim. Dorthin fährt der Bürgertreff Neckarsulm am Dienstag, 8. Oktober.

Der französische Maler, Grafiker und Bildhauer Henri Matisse (1869 – 1954) hat die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Er setzte neue Maßstäbe und verblüffte durch unkonventionelle Malerei. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert rund 125 ausgewählte Werke. Neben Landschaftsbildern, darunter berühmte mediterrane Szenen, zeigt die Ausstellung Stillleben, Atelierbilder und Porträts sowie eine Serie von Figuren im Raum und Rückenakten. Die Führung dauert 60 Minuten. Im Anschluss daran kann die Ausstellung nochmals selbstständig erkundet werden. Zudem besteht die Möglichkeit auf eine Einkehr (eigene Rechnung).

Kosten pro Person für Zugfahrt, Führung: bei mindestens 15 Teilnehmern 28 Euro, bei maximal 20 Teilnehmer 26 Euro. Anmeldungen ab sofort beim Bürgertreff unter Telefon 07132 300068. NSt

Open-Airs auf dem Marktplatz ziehen Massen an

Sommerreihe „Donnerstags in die City“ der Stadt geht nach vier Konzerten zu Ende

Ob Rock, Pop, Schlager oder Partymusik, ob regnerisch-kühl oder sommerlich-warm: An allen vier Donnerstagen fanden sich zahlreiche Musikbegeisterte auf dem Neckarsulmer Marktplatz ein, um gemeinsam die Open-Airs zu genießen. Foto: Karl-Heinz Leitz
Ob Rock, Pop, Schlager oder Partymusik, ob regnerisch-kühl oder sommerlich-warm: An allen vier Donnerstagen fanden sich zahlreiche Musikbegeisterte auf dem Neckarsulmer Marktplatz ein, um gemeinsam die Open-Airs zu genießen. Foto: Karl-Heinz Leitz
NECKARSULM Ob Schlager bei der Gerd Blume-Show, Welthits präsentiert von der Cover-Band The Queen Kings, Stimmungsmusik mit UEFAAA (Unterhaltungsexperten für Anlässe aller Art) oder krönendes Finale mit Allgäu Power: „Donnerstags in die City“, die Open-Air-Reihe der Stadt Neckarsulm, erfreut sich ungebrochener Beliebtheit.

Donnerstag für Donnerstag pilgerten in den vergangenen vier Wochen jeweils tausende Besucher in die Neckarsulmer Innenstadt, um dort auf dem Marktplatz die Gratis-Konzerte mitzuerleben. Vom 18 bis 80 reicht die Altersspanne der Zuhörer – wobei Frank Borth vom Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt das Gros auf „so um die 40“ schätzt.

Vom 1. bis zum 22. August dauerte die Veranstaltungsreihe in diesem Jahr. Während in der Vergangenheit an allen sechs Ferien-Donnerstagen namhafte Künstler auf der Marktplatzbühne standen, gibt es jetzt nur noch vier Freiluft-Konzerte. In Zeiten knapper Kassen lasse das Budget nicht mehr zu, außerdem sei der Aufwand immens. Einen Trost gibt es aber für alle „Docy-Fans“: Die Open-Airs sollen auch im kommenden Jahr wieder auf dem Veranstaltungskalender stehen.