Mitten im Ort Dahenfeld entsteht neuer Wohnraum

DAHENFELD - Neckarsulmer Gemeinderat stimmt Erschließung des Baugebiets Brunnengasse zu

Oberbürgermeister Steffen Hertwig erläutert den Teilnehmern der Veranstaltung „OB vor Ort“ in Dahenfeld die Planungen zur Erschließung des Baugebiets Brunnengasse. Foto: snp
Oberbürgermeister Steffen Hertwig erläutert den Teilnehmern der Veranstaltung „OB vor Ort“ in Dahenfeld die Planungen zur Erschließung des Baugebiets Brunnengasse. Foto: snp
Der Neckarsulmer Gemeinderat hat die Erschließung des Baugebiets Brunnengasse im Stadtteil Dahenfeld beschlossen. Damit genehmigten die Stadträte auch die Erschließungskosten in Höhe von 33 000 Euro brutto im ersten Bauabschnitt. Hinzu kommen 100 000 Euro netto für den Bau der Wasser- und Gasversorgungsleitungen einschließlich Ingenieurleistungen.

Innenentwicklung
Die Stadt Neckarsulm erschließt das Wohnquartier Brunnengasse hinter der Verwaltungsstelle Dahenfeld im Bereich Brunnengasse/Backhausweg/Kleines Entengässchen bei der Innenentwicklung. Dabei wird nach Abschluss der Bauarbeiten auch der Platz vor dem Backhaus neu gestaltet. Die Arbeiten beginnen im Oktober dieses Jahres und dauern voraussichtlich bis April 2021.

Im ersten Bauabschnitt umfasst das Quartier eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern. Dort sieht der Bebauungsplan drei Mehrfamilienhäuser und insgesamt maximal 37 Wohneinheiten vor. „Es entstehen sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen“, kündigte Oberbürgermeister Steffen Hertwig beim „OB vor Ort“-Termin in Dahenfeld an. „Dabei ist auch ein Anteil von 20 Prozent für bezahlbaren Wohnraum vorgesehen.“

Investorenwettbewerb
Für dieses Wohnquartier lobt die Stadt einen Investorenwettbewerb aus. Ziel ist es, im Zuge der behutsamen Nachverdichtung die entstandenen Baulücken im Osten von Dahenfeld wieder zu schließen. Die Auslobung erfolgt im Herbst. Parallel finden die Erschließungsarbeiten statt. „Die besten Konzepte werden ausgewählt und im Ortschaftsrat wie im Gemeinderat vorgestellt“, erläuterte Steffen Hertwig. Nach dem abschließenden Gemeinderatsbeschluss könnte Ende 2021 mit der Bebauung begonnen werden. snp
   

Kinderfest bei Kolping  

NECKARSULM Unter einem besonderen Motto lädt die Kolpingsfamilie zum Kinderfest ein: „Postenlauf Auf Neckarsulm Diagonalen – Ein Mega Interessantes Ereignis“, kurz Pandemie. Unter Beachtung der Corona-Regeln findet das Fest am Sonntag, 26. Juli, statt. Familien, die dabei sein wollen, müssen sich unter Telefon 07132 381512 verbindlich anmelden. Zu unterschiedlichen Anfangszeiten starten die Teilnehmer ihren Postenlauf durch die Innenstadt. Dabei geht es um Geschick und Kreativität. Am Ende wartet eine Stärkung beim Kolpinghaus auf sie. NSt
  

Mehr Diebstähle und mehr Sachbeschädigungen

Kriminalitätsstatistik 2019 verzeichnet moderaten Anstieg an Straftaten

NECKARSULM Die Zahl der Straftaten ist 2019 um fünf Prozent auf 1607 gestiegen, liegt im Langzeitvergleich aber weiterhin deutlich unter dem statistischen Mittelwert von 1739 Straftaten. Dies geht aus der Kriminalitätsstatistik 2019 hervor.

Der Leiter des Polizeireviers Neckarsulm, Polizeidirektor Bernhard Mai, und seine Kollegin, Polizeikommissarin Anna Steinle stellten die Auswertung im Gemeinderat vor. In der Langzeitbetrachtung entwickelt sich die Kriminalität tendenziell rückläufig, stellte Mai fest. 2018 war die Zahl der Straftaten mit 1530 auf den niedrigsten Stand seit 1994 zurückgegangen. Im Vergleich der Jahre 2018 und 2019 sind in bestimmten Bereichen Steigerungen festzustellen. So stieg die Zahl der einfachen Diebstähle um 43 auf 409, wobei dieser Anstieg im Wesentlichen auf den Bereich Ladendiebstähle (plus 39 Fälle) zurückzuführen ist. Ebenfalls zugenommen hat die Straßenkriminalität mit 269 Fällen (plus 23). Dazu werden alle Straftaten gezählt, die sich auf öffentlichen Wegen und Plätzen ereignen – etwa Sachbeschädigungen (2019: 176, 2018: 141 Fälle).

Überdurchschnittlich
Bei der Gewaltkriminalität gab es einen Rückgang um zwölf auf 31 Taten. Zu diesem Bereich zählen Kapitaldelikte wie Raub, Mord und schwere Körperverletzung. Auch die Fälle von Körperverletzung gingen zurück, und zwar um neun auf 142. Bei der Rauschgiftkriminalität blieb die Zahl der Fälle mit 87 (minus eins) nahezu unverändert. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche stagnierte mit elf Delikten. Davon ereigneten sich allein sieben Fälle im Wohngebiet Neuberg (plus drei).

Einen deutlichen Rückgang der Straftaten gab es in Amorbach. Hier ging die Zahl um 29 auf 167 Taten zurück. Deutlich weniger Straftaten ereigneten sich dort in den Deliktsbereichen Körperverletzung (25; minus 19), Rauschgiftkriminalität (15; minus zehn), Gewaltkriminalität (fünf; minus acht) und Straßenkriminalität (23; minus 18).

Einen Zuwachs gab es bei den Betrugsfällen mit 24 Taten (plus sieben). Im gesamten Stadtgebiet verringerte sich dieser Bereich insgesamt um sechs auf 237 Taten. Die Aufklärungsquote 2019 im Stadtgebiet ging zwar geringfügig um 1,4 Prozentpunkte auf 60 Prozent zurück. Gleichwohl verbuchte die Polizei im Vergleich mit der durchschnittlichen Quote im Polizeirevier (57,5 Prozent) und im Landkreis (57,8 Prozent) überdurchschnittlich viele Aufklärungserfolge.

Keine Verkehrstoten
Im Landkreis Heilbronn und im gesamten Polizeirevier Neckarsulm nahmen die Straftaten 2019 zu, und zwar um 7,3 beziehungsweise neun Prozent. Für das laufende Jahr zeichnet sich als Folge der Corona-Krise ein deutlicher Rückgang ab. In den ersten fünf Monaten gab es im Polizeirevier etwa 20 Prozent weniger, in der Stadt Neckarsulm etwa acht Prozent weniger Straftaten. Im Stadtgebiet ereigneten sich im vergangenen Jahr 527 Verkehrsunfälle – ohne sogenannte Kleinstunfälle (plus vier Prozent). Mit elf Schwerverletzten (2018: zehn) und 111 Leichtverletzten (2018: 117) blieben die Zahlen nahezu unverändert. Verkehrstote gab es 2019 keine. Im Gesamtrevier nahm die Zahl der Verletzten jedoch deutlich zu, nämlich um 30,5 Prozent bei den Schwerverletzten und 6,1 Prozent bei den Leichtverletzten. Auch im gesamten Revier Neckarsulm ereigneten sich mehr Verkehrsunfälle (plus 4,6 Prozent). snp
  

Sommertreff in Waldschänke

NECKARSULM Der Sommertreff des CDU-Stadtverbands findet am Samstag, 8. August in der Obereisesheimer Waldschänke statt. Ab 17.30 Uhr gibt es unter Einhaltung der gültigen Corona-Regeln Infos zu aktuellen Themen der Lokalpolitik. NSt
  

Platzkonzert der Jazztronauten

NECKARSULM Der Fachbereich Popular-Musik der Städtischen Musikschule veranstaltet am Samstag, 18. Juli, 11 Uhr, ein Platzkonzert auf dem Marktplatz (nur bei trockenem Wetter). Der Eintritt ist frei. In der Musikschule wird wieder „live“ unterrichtet. Auch Live-Konzerte sind unter bestimmten Bedingungen wieder möglich. Darauf wollen die Lehrkräfte Jens Hubert (Piano), Benno Reinhard (Kontrabass) und Oliver Urtel (Schlagzeug) mit ihrem Jazz-Trio Jazztronauten aufmerksam machen. Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen. ms
  

Neue Integrationsmanagerin

Melina Tesche berät Geflüchtete in der Gemeinde Erlenbach

Das Integrationsteam der Stadt Neckarsulm: (von links) Rebecca Linz, Jerusalem Habte, Jonas Fritz, Integrationsbeauftragte Julia Bruns, Harun Akinci und Melina Tesche. Foto: snp
Das Integrationsteam der Stadt Neckarsulm: (von links) Rebecca Linz, Jerusalem Habte, Jonas Fritz, Integrationsbeauftragte Julia Bruns, Harun Akinci und Melina Tesche. Foto: snp
NECKARSULM Melina Tesche ist neue Integrationsmanagerin im Sachgebiet „Integration“ beim Amt für Bildung und Soziales der Stadt Neckarsulm. Im Team der Integrationsmanager ist sie künftig Ansprechpartnerin für geflüchtete Menschen in der Gemeinde Erlenbach.

Die Nachfolgerin von Klaus Falkenburger, der sich beruflich neu orientiert, ist Bildungswissenschaftlerin M.A. mit Schwerpunkt Inklusion von Kindern und Jugendlichen aus riskanten Lebenslagen. Diesen Master-Studiengang absolvierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg.

Zuvor studierte sie Wirtschaftspsychologie mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ an der privaten SRH Hochschule in Heidelberg. Derzeit nimmt sie an dem Fernstudiengang „Soziale Arbeit B.A.“ der privaten Hochschule Diploma teil, um die zusätzliche Berufsqualifikation als staatlich anerkannte Sozialarbeiterin zu erlangen.

Erfahrung
Dem Thema Integration widmete sich Melina Tesche in verschiedenen beruflichen Funktionen, so unter anderem als Fachbereichsleiterin der Kinderbibliothek und in der dezentralen Bibliotheksarbeit bei der Stadtbibliothek Heilbronn. Erfahrung bei der Arbeit mit Geflüchteten sammelte sie als Flüchtlingsbeauftragte des Landkreises Heilbronn.

Das fünfköpfige Team der Integrationsmanager um die städtische Integrationsbeauftragte Julia Bruns berät und unterstützt Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung im Verwaltungsraum Neckarsulm-Erlenbach-Untereisesheim.

Die Personalkosten werden vom Land Baden-Württemberg zu 100 Prozent gefördert. Der Förderzeitraum begann 2018 und ist auf drei Jahre befristet.

Sprechstunden
Melina Tesche ist mit einem Beschäftigungsumfang von 60 Prozent bis Mitte 2021 als Integrationsmanagerin tätig. Im Rathaus Erlenbach bietet sie jeweils donnerstags von 16 bis 18 Uhr eine Sprechstunde an.

Zudem können individuelle Beratungstermine am Montag, Mittwoch und Donnerstag vereinbart werden. Erreichbar ist sie unter Telefon 0162 2638814 und per E-Mail an: melina.tesche@neckarsulm.de. snp