Neue Sekundarstufe soll Erfolgsmodell werden

Neckarsulm: Neubau für Verbundschule am Standort altes Hallenbad – Start zum Schuljahr 2020/2021

Die Johannes-Häußler-Schule wird zu Beginn des Schuljahres 2020/21 vorübergehender Standort der neuen Verbundschule in Neckarsulm. Für diese wird am Standort altes Hallenbad ein Neubau errichtet. Foto: Archiv/Gajer
Die Johannes-Häußler-Schule wird zu Beginn des Schuljahres 2020/21 vorübergehender Standort der neuen Verbundschule in Neckarsulm. Für diese wird am Standort altes Hallenbad ein Neubau errichtet. Foto: Archiv/Gajer
Die Verbundschule in Neckarsulm wird in einem neuen Schulgebäude am früheren Standort des alten Hallenbades in der Pichterichstraße etabliert. Der Gemeinderat legte den endgültigen Standort der neuen Schulform per Beschluss fest und sprach sich einstimmig dafür aus, für die Verbundschule einen Neubau zu errichten. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Planungsbeschluss vorzubereiten.

Als neue Sekundarschule vereint die Verbundschule die Schularten Gemeinschaftsschule, Haupt-/Werkrealschule und Realschule unter einem Dach. In dieser Kombination ist die Verbundschule nach dem Neckarsulmer Modell landesweit bislang einmalig. „Mit dieser Lösung verfügt der Schulstandort Neckarsulm über ein verlässliches, flexibles und zukunftsorientiertes Schulangebot“, bekräftigte Oberbürgermeister Steffen Hertwig.

Modellkonzept

Mit dem neuen Modellkonzept kann die Stadt weiterhin alle Schularten und Schulabschlüsse anbieten. Auch die Gemeinschaftsschule, die zuletzt immer mehr Schüler an die Realschule verlor, bleibt als Schulform dauerhaft erhalten. Der Verbund von drei Schularten unter einem Dach ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität. Schüler können die Schularten leichter wechseln. Zudem kann die Stadt als Schulträger schwankende Anmeldezahlen an den jeweiligen Schularten ausgleichen. Die Verbundschule startet zum Schuljahr 2020/2021 in den Räumlichkeiten des Albert-Schweitzer-Gymnasiums (ASG). Dort geht die Verbundschule zunächst mit den fünften Klassen aller drei Schularten in Betrieb. Erforderliche kleinere Umbauten und die Ausstattung der Klassenräume finanziert die Stadt aus den laufenden Mitteln der Verwaltung.

Ursprünglich war geplant, die Verbundschule am Standort der Johannes-Häußler-Schule einzurichten. Es zeigte sich jedoch, dass dieses Vorhaben baulich schwer umzusetzen ist. Darüber hinaus hätte diese Lösung zu einer Aufteilung der Verbundschule auf die Standorte Johannes-Häußler-Schule und Amorbachschule geführt. Dies wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart kritisch beurteilt.

Die Johannes-Häußler-Schule dient jetzt als Interimsstandort, bis der Neubau fertiggestellt ist. Zum Schuljahr 2021/2022 setzt die Verbundschule ihren Betrieb am Standort der Johannes-Häußler-Schule fort. Dort kann die vorhandene Infrastruktur mit Mensa, Fachräumen und Sportflächen mit genutzt werden. Der Raumbedarf, der über die vor Ort verfügbaren Räumlichkeiten hinausgeht, wird im Zuge des Planungsbeschlusses konkret festgelegt und gegebenenfalls in Modulbauweise hergestellt.

In dem geplanten Neubau am Standort des alten Hallenbades können die vielfältigen Anforderungen des Raumprogramms bestmöglich erfüllt werden. Die Neubaulösung gewährleistet auch größtmögliche Planungs- beziehungsweise Zukunftssicherheit. Zudem kann der Neubau alle Klassenstufen aufnehmen, so dass eine Teilung der Schule vermieden werden kann. Die Stadt rechnet damit, dass die Verbundschule am neuen Standort 4,5- bis fünfzügig geführt wird.

„Mit dem Neubau senden wir auch ein starkes Signal an die Eltern, dass die Verbundschule ein Neckarsulmer Erfolgsmodell werden wird“, betonte Steffen Hertwig. So soll die Verbundschule rechtzeitig zum Schulstart auch einen neuen Namen erhalten.

Weiteres Vorgehen Die Stadt stimmt derzeit das endgültige Raumprogramm mit dem Regierungspräsidium ab. Unterdessen arbeitet eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Staatlichen Schulamtes Heilbronn die pädagogische Konzeption weiter aus. Sobald das Raumprogramm abschließend feststeht, lobt die Stadt auf dieser Grundlage einen Planungswettbewerb aus.

Mit in den Wettbewerb aufgenommen wird auch die stark sanierungsbedürftige Sulmturnhalle. Sie schließt unmittelbar an das neue Schulgebäude an und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die im Planungswettbewerb formulierten Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer bilden die Basis für den Planungsbeschluss im Frühjahr 2020.

Das Regierungspräsidium sieht in dem Neubau ein Projekt mit großer Strahlkraft, weil er in schulorganisatorischer und pädagogischer Hinsicht die besten Möglichkeiten biete. Dementsprechend wurde eine umfassende Förderung in Aussicht gestellt. Die Genehmigung der Neckarsulmer Verbundschule durch das Land wird im Frühjahr 2020 erwartet. snp

@ Mehr Informationen

www.neckarsulm.de > Bildung & Soziales > Verbundschule 
  

Abschiede zum Jahresabschluß

SPORT-UNION Bei der Jahresabschlussfeier der Neckarsulmer Leichtathleten wurden die zahlreichen Gäste von der neu gewählten Spartenleitung um Urs Riemann, Michael Schüßler und Yannick Reiß durchs Programm geführt. Anschließend folgte die Verabschiedung des ehemaligen Vorstands rund um Richard Bauder, Aurel Schmitt und Karl-Heinz Leitz.

Auch Katja Wölfl, die aus beruflichen Gründen den Verein verließ, wurde verabschiedet. Die Langstrecklerin war in den vergangenen Jahren eine der erfolgreichsten Sportlerinnen der Neckarsulmer Leichtathleten. NSt
  

Einblick in Stadtgeschichte

FÜHRUNG Für Bürger und Besucher bietet die Stadt Neckarsulm an jedem ersten Sonntag im Monat eine öffentliche Führung zur Stadtgeschichte an. Der nächste geführte Rundgang findet am Sonntag, 5. Januar, statt. Die Teilnehmer treffen sich um 14 Uhr am Marktplatzbrunnen. Die Teilnahme kostet drei Euro pro Person. Kinder unter zehn Jahren können kostenfrei teilnehmen. Der Kostenbeitrag wird zu Beginn der Führung eingesammelt. Teilnehmer werden gebeten, das Geld möglichst passend bereitzuhalten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ein sachkundiger Stadtführer lotst die Gruppe anderthalb Stunden lang durch die Innenstadt und vermittelt dabei einen interessanten Einblick in die Stadtgeschichte. snp
  

Lacher der Woche


Der Trainer warnt seinen Stürmer: „Du spielst heute gegen Christian Hammer.“ – „Das ist ja schrecklich. Der tritt gegen alles, was sich bewegt!“ Darauf der Trainer: „Dann besteht für dich ja keine Gefahr!“