Stadt will Standort langfristig sichern

NECKARSULM: Fragen und Antworten zur neuen Verbundschule

Mit der Gründung der neuen Verbundschule geht die Stadt einen zukunftsweisenden Schritt, der den Bildungsstandort Neckarsulm langfristig sichern soll. Foto: dpa
Mit der Gründung der neuen Verbundschule geht die Stadt einen zukunftsweisenden Schritt, der den Bildungsstandort Neckarsulm langfristig sichern soll. Foto: dpa
Zum Schuljahr 2020/21 wird in Neckarsulm eine neue Verbundschule eröffnet, die als landesweit erstes Modell dieser Art drei Schularten unter einem Dach vereint: Werkrealschule, Realschule und Gemeinschaftsschule. Träger der Schule ist die Stadt Neckarsulm.

Die Verbundschule startet zunächst in den Räumen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums mit den fünften Klassen aller drei Schularten. Zum Schuljahr 2021/2022 setzt sie ihren Betrieb am Standort der Johannes-Häußler-Schule fort. Schließlich wird sie in einem neuen Schulgebäude etabliert, das die Stadt am früheren Standort des alten Hallenbades errichten wird. Die Fertigstellung ist für das Schuljahr 2024/2025 geplant. In einer kleinen Serie beantwortet die Stadt die wichtigsten Fragen zu der neuen Schulform. In der ersten Folge geht es um grundsätzliche Aspekte.

- Warum gründet die Stadt Neckarsulm eine Verbundschule?

Durch diesen Schritt sichert die Stadt langfristig die Zukunft der Neckarsulmer Schullandschaft. In der neuen Verbundschule werden die beiden bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen in Obereisesheim (Wilhelm-Maier-Schule) und Amorbach (Amorbachschule) sowie die Werkrealschule der Johannes-Häußler-Schule zusammengeführt. Dazu kommt dann noch zusätzlich eine neu eingerichtete Realschule.

- Wer bereitet den Start der neuen Schule vor?

Zur Ausarbeitung und Umsetzung der pädagogischen Konzeption der Verbundschule wurde im September 2019 eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Antje David gegründet. Diese Arbeitsgruppe besteht aktuell aus 15 Pädagoginnen und Pädagogen aller weiterführenden Neckarsulmer Schulen und trifft sich regelmäßig im Rathaus Neckarsulm. Begleitet wird das Projekt durch das Staatliche Schulamt Heilbronn unter Leitung von Schulamtsdirektor Christoph Egerding-Krüger.

Bis zur Ernennung einer eigenen Schulleitung wird Oberstudiendirektor Marco Haaf, Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, die neue Verbundschule kommissarisch leiten.

- Was zeichnet die Verbundschule aus?

Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stehen die Kinder. Dabei wird großer Wert auf das Lernen in einer anregenden und positiven Atmosphäre gelegt. Kinder und Jugendliche, welche die Schule besuchen, sollen Freude haben, Lernerfolge erzielen und sich zu gesellschaftsfähigen und selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln. Dabei geht Neckarsulm neue Wege und setzt in hohem Maße auf moderne Lernkonzepte. Die individuelle Förderung aller Kinder und Jugendlichen steht dabei ganz besonders im Zentrum. Gefördert wird freies, selbstständiges Arbeiten. Die persönliche Entwicklung der Kinder ist dabei ebenso wichtig. Dazu gehören neben den fachlichen Leistungen auch die Übernahme von Verantwortung für sich und andere, Reflexionsfähigkeit und Teamfähigkeit.

Für das in der Verbundschule entscheidende Thema der Berufs- und Studienorientierung wird ein leistungsstarkes Konzept angeboten. Die pädagogische Arbeitsgruppe greift dazu bewährte Konzepte der bisherigen Schulen auf und entwickelt diese zu einem schulartübergreifenden Gesamtkonzept weiter. Die Schule wird in nachhaltiger Weise dazu beitragen, dass sich Jugendliche fit fühlen für ihr Leben.

Weitere Informationen und Auskünfte zur Verbundschule erhalten Eltern von Viertklässlern, deren Kinder die vierte Klasse besuchen, bei den Elternabenden an den städtischen Grundschulen – die letzten beiden Termine sind am Montag, 10. Februar, in der Amorbachschule und am Dienstag, 11. Februar, in der Neubergschule. Bei diesen Abendveranstaltungen wird das Thema Verbundschule in Form einer Talkrunde erörtert. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Teilnehmer der Gesprächsrunde sind Christoph Egerding-Krüger, Schulrat am Staatlichen Schulamt Heilbronn, Antje David, Leiterin der pädagogischen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Verbundschule, und weitere Gäste. snp
   

INFO Info-Abend

Zur Verbundschule findet zusätzlich ein Informationsabend am Donnerstag, 20. Februar, um 18 Uhr in der Mensa des Albert-Schweitzer-Gymnasiums statt. Bei dieser Gelegenheit können Eltern auch die Räume besichtigen, in denen die Verbundschule startet.

Weltgebetstag im Zeichen Simbabwes

NECKARSULM
Der Weltgebetstag, (Freitag, 6. März), ist in diesem Jahr Simbabwe gewidmet. Er steht unter dem Motto „Steh auf und geh“. Am Mittwoch, 12. Februar, gibt es dazu im Gemeindezentrum St. Johannes (Göppinger Straße 19) ab 19 Uhr einen Informationsabend.

Das südafrikanische Simbabwe, aus dem die Liturgie für den Weltgebetstag kommt, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist hoch verschuldet. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Die Arbeitslosigkeit ist groß. Frauen werden benachteiligt. Doch sie sind stark und geben sich gegenseitig Kraft im Kampf für ihre Rechte. „Steh auf und geh“ zeigt ihren Mut und Willen zur Veränderung. Referentin Inge Rembold war in Simbabwe und wird über ihre Erlebnisse und Erfahrungen berichten. Des Weiteren werden mit Angela Weinreich Lieder zum Gebetstag angesungen.

Am Weltgebetstag selbst (Freitag, 6. März) finden Gottesdienste in folgenden Kirchen statt: 18.30 Uhr Klosterkirche, danach Gemeindehaus St. Paulus; 19 Uhr Gemeindezentrum St. Johannes, Christuskirche Erlenbach und evangelisches Gemeindehaus Untereisesheim. NSt
  

Neckarsulm blickt auf Olympia 2024 in Paris

Oberbürgermeister Hertwig überreicht 194 Medaillen an erfolgreiche Sportler des vergangenen Jahres

Die die Sportler des Jahres 2019: (v. li.) OB Steffen Hertwig, Annika Bruhn, Mia Hofmann, Anna Gumbrecht, Jugendtrainer Christian Hofmann, Minh-Thu und Minh-Thao Nguyen, Trainer Christian Hirschmann und Sportkreisvorsitzender Klaus Ranger.
Die die Sportler des Jahres 2019: (v. li.) OB Steffen Hertwig, Annika Bruhn, Mia Hofmann, Anna Gumbrecht, Jugendtrainer Christian Hofmann, Minh-Thu und Minh-Thao Nguyen, Trainer Christian Hirschmann und Sportkreisvorsitzender Klaus Ranger.
NECKARSULM
Auf nationale und internationale Erfolge im Jahr 2019 blickte die Sportstadt Neckarsulm zurück. Bei der 44. Sportlerehrung der Stadt in der Ballei verlieh Oberbürgermeister Steffen Hertwig insgesamt 194 Goldmedaillen.

Rekordschwimmerin
Zur Sportlerin des Jahres wurde die Rekordschwimmerin Annika Bruhn von der Abteilung Schwimmen der Neckarsulmer Sport-Union (NSU) gekürt. Der Titel „Mannschaft des Jahres“ ging an die U15-Tischtennismannschaft der NSU. „Die Schwimmabteilung der Sport-Union hat sich hervorragend weiterentwickelt“, erklärte Hertwig und erinnerte an die Goldmedaillen, welche die NSU-Schwimmer bei den Deutschen Meisterschaften 2019 in Berlin in verschiedenen Disziplinen errangen. Dank einer „wunderbaren Allianz“ von Stadt, Verein und Sponsoren könne die NSU-Schwimmabteilung ihren Erfolgskurs im Aquatoll Sportbad fortsetzen.

Landesstützpunkt
Das Sportbad als Sportstätte und die Neckarsulmer Sport-Union als trainierender Verein wurden im Dezember 2019 zum dritten Landesstützpunkt Schwimmen in Baden-Württemberg ernannt. Damit erhält die NSU-Schwimmabteilung jetzt vom Land zwei Jahre lang finanzielle Unterstützung sowie ideelle Förderung in Form von konzeptioneller Beratung und Begleitung. „Wir können wirklich stolz sein auf dieses Prädikat“, versicherte der Oberbürgermeister.

Mit Blick auf die Sommerolympiade in Tokio wünschte Steffen Hertwig allen viel Erfolg bei den anstehenden Qualifikationswettkämpfen. Darüber hinaus hat die Sportstadt Neckarsulm bereits ein weiteres ehrgeiziges Ziel im Blick: die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Eine realistische Teilnahmechance haben die NSU-Handballerinnen Selina Kalmbach und Sarah Wachter sowie die Schwimmer Henning Mühlleitner und Celine Rieder. Sie gehören zu den neun Sportlerinnen und Sportlern aus der Region Heilbronn-Hohenlohe, die das Perspektivteam für Olympia 2024 bilden. Diese Top-Sportler werden von der Sporthilfe Unterland besonders gefördert.

Dass die Stadt den Aufgabenbereich der Infrastruktur „fleißig abarbeite“, bestätigte der Vorsitzende des Sportkreises Heilbronn, Stadtrat Klaus Ranger. Die Sportvereine müssten sich auf einen Wandel einstellen und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten stärker in die Schulen und Kitas hineintragen, sagte er.
   
Schwimmerin Annika Bruhn wurde zur Sportlerin des Jahres gekürt. Fotos: snp
Schwimmerin Annika Bruhn wurde zur Sportlerin des Jahres gekürt. Fotos: snp
Annika Bruhn
Als junges Sporttalent begann auch die Sportlerin des Jahres 2019 ihre Laufbahn. Bereits mit 13 gehörte sie einer Leistungsgruppe an. Mit 16 Jahren startete sie erstmals bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. 2010 gewann sie die Bronze bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften über 200 Meter Freistil. Bei den European Championships 2018 in Glasgow errang Annika Bruhn die Goldmedaille über 4 x 200 Meter Freistil. 2019 erkämpfte sie bei den European Short Course Championships in Glasgow Rang vier und stellte einen neuen deutschen Rekord über 200 Meter Freistil auf. Den jüngsten Erfolg, die Goldmedaille über 100/200 Meter Freistil, erzielte Bruhn bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2019 in Berlin.

Immermotiviert
Nicht nur als Sportlerin, sondern auch als Mensch verfügt sie über besondere Qualitäten, wie Co-Trainer Christian Hirschmann in seiner Laudatio bestätigte. „Sie hat die Mannschaft immer motiviert. Sie ist eine Stütze für das Team.“ Vor allem gebe sie „immer Vollgas“. Daher blickt Hirschmann auch optimistisch auf die Sommerolympiade in Tokio: „Olympia kommt. Wir haben richtig Lust darauf.“

U15-Tischtennisschülerinnen
Die Mädels der NSU-Tischtennisabteilung wurden zum zweiten Mal zur Mannschaft des Jahres ernannt. „Das ist für uns erneut ganz große Anerkennung“, freute sich Abteilungsleiterin Sabine Aschenbrenner. Nach dem Deutschen Titel 2017 wurden die Schülerinnen zum ersten Mal Mannschaft des Jahres. 2018 errang das Team Bronze, 2019 in gleicher Aufstellung bei einem Durchschnittsalter von 14 Jahren den Deutschen Titel bei den Meisterschaften in Contwig in der Pfalz. Im U15-Mannschaftsbereich holten die Schülerinnen damit alle Titel, die es zu gewinnen gibt. Im U18-Bereich schaffte das Tischtennis-Quartett den Pokal- und den Ligagewinn.

Die Schülerinnenmannschaft wurde auch von der Sporthilfe Unterland für die Wahl zur Unterländer Mannschaft nominiert. „Sie stehen damit stellvertretend für die vielen Erfolge unserer Jugendlichen“, erklärte Sabine Aschenbrenner. Dies zeige auch, wie wichtig die Jugendarbeit sei. „Das ermuntert hoffentlich alle Vereine, Abteilungen und Trainer, in ihren Bemühungen um die Jugend nicht nachzulassen.“ snp
   

INFO Alle Geehrte


Das Gesamtverzeichnis mit allen Namen, Sparten und Platzierungen der geehrten Sportlerinnen und Sportler ist auf der Homepage der Stadt im Internet unter www.neckarsulm.de > Online- Rathaus > Aktuelles abrufbar.

Theaterspaß mit Peppa Wutz

NECKARSULM
Hinreißende Handpuppen, eine farbenfrohe Kulisse und viele spannende Überraschungen erwarten die ganze Familie beim Kindertheater am Donnerstags, 13. Februar, 15.30 bis 17 Uhr im Kultursaal der Ballei. Auf dem Programm steht das Stück „Peppa Pig Live“. Während Peppa mit ihrem kleinen Bruder Georg und allen Freunden draußen spielt, bereiten Mama und Papa Wutz die große Überraschung vor – und Peppa hat keine Ahnung, was das sein könnte. Ein Spaß für Groß und Klein. Die Überraschungsparty für die aus dem britischen Fernsehen bekannte Zeichentrickfigur findet im Rahmen der städtischen Veranstaltungsreihe thea & kiki statt. Die Kinder im Zuschauerraum sind dazu eingeladen, selbst als Partygäste mitzufeiern. Hierzu bittet das Theater auf Tour alle kleinen Zuschauer, ein buntes Partyhütchen zur Vorstellung mitzubringen und aufzusetzen, wenn Papa und Mama Wutz Peppa überraschen. NSt
   

Investitionen

Im investiven Bereich hat sich die Stadt ein „straffes, strammes Programm“ vorgenommen, wie OB Steffen Hertwig betonte. So werde die Sanierung der Eberwinhalle, die 2019 durch einen Sturm schwer beschädigt wurde, fortgesetzt. Dach und Fassade müssen instandgesetzt, der durch eindringende Feuchtigkeit beschädigte Hallenboden komplett erneuert werden. Mit Beginn des neuen Schuljahrs im September soll die Halle wieder uneingeschränkt zur Verfügung stehen. In Amorbach werde das kunststoffverstärkte Rasenspielfeld auf dem Sportplatz in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. 2021 wird auch das Kunstrasenfeld auf dem Sportgelände Pichterich vollständig saniert. Und Anfang 2022 beginne die Stadt mit dem Neubau der Sulmturnhalle. Die alte Halle schließt unmittelbar an das Schulgelände der geplanten neuen Verbundschule an. snp