Neues von der Pro-Wein

Was Württemberger Genossenschaften auf der Messe in Düsseldorf auftischten

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Die Weingärtnergenossenschaften aus der Region setzten zur Pro- Wein auf hochwertige Neuheiten, kreative Ideen und Heimatbezug. Am Stand der Weinheimat Württemberg waren zehn WGs anzutreffen, darunter die Genossenschaftskellerei Heilbronn, die aus ihrer Premiumlinie „Grantschen Unchained“ den 2015er Syrah trocken vorstellte. Er wurde mit Trauben aus ertragsreduziertem Anbau erzeugt, reifte 24 Monate im Barrique und wurde von Hand abgefüllt. „Diese persönliche Note wollten wir auch schon auf der Flasche erkennbar machen“, so Kellermeister Ulrich Schwager. Deshalb habe man alle 1000 Flaschen handsigniert. Die Heilbronner stellten zudem einen neuen Roten aus dem Premiumbereich vor, den Heros Schwarzriesling trocken. Fein und elegant zeigt er, was ein Schwarzriesling aus hochwertigen Trauben sein kann.

Einige Tresen weiter wartete Dirk Mosthaf von den Winzern vom Weinsberger Tal auf Kuntroden. Der begeisterte Bergsteiger setzte auf die neue Linie „Bergrebell“, mit jeweils einer Rot-, Weiß- und Rosé-Cuvée. Der Name sei von der rebellischen Art der Winzer in den Löwensteiner Bergen inspiriert. Die hohen Lagen und rauhen Bedingungen zwangen die dortigen Winzer seit jeher zu eigenen Wegen und führten zu einer für die Obrigkeit nicht immer willkommenen, aufmüpfigen Art.

Die Lauffener Weingärtner komplettierten ihre im internationalen Stil angelegte Lesestoff-Linie mit der Lesestoff DR3 Rotwein Cuvée trocken. Die beiden Vorgänger waren halbtrocken, so steht DR3 doppeldeutig für die Geschmacksrichtung trocken und für die drei Weine. Und: Der Lesestoff DR3 wird in der 1,5-Liter-Magnum-Flasche abgefüllt.

Die Felsengartenkellerei Besigheim stellte ihren 2017 Terra S Cabernet Dorsa trocken vor. Tiefdunkel und samtig und mit kräftigen Aromen von schwarzer Johannisbeere und Brombeere zeigt er, dass hierzulande Tropfen von internationalem Format möglich sind.

Schillerwein ist eine Württemberger Spezialität, die heute sträflich vernachlässigt wird. Dabei werden rote und weiße Trauben gemeinsam vinifiziert und ergeben einen Rosé. Die Weinkellerei Hohenlohe hat sich auf die Tradition besonnen und stellte bei der Pro-Wein einen 2018 Fürstenfass Apatura fruchtig aus Trollinger und Muskateller vor. Ein eher seltenes Erlebnis für Weinfreunde ist es, einen trockenen Gewürztraminer zu verkosten. Der 2018 Cellarius Gewürztraminer trocken vom Weinkonvent Dürrenzimmern ist ein solcher. Er harmoniert sehr gut auch mit Suppen und Consommés. Dürrenzimmerns Kellerchef Kurt Freudentaler beeindruckte in der Top- Linie Divinus zudem mit einem Orange Wine aus der in Weinsberg gezüchteten Sorte Kerner, der im Eichenfass ausgebaut wurde. Orange Wine ist übrigens ein Weißwein, der auf der Maische gärte und dadurch oft eine orangene Farbe zeigt.

Die Heuchelberg Weingärtner waren mit rotem Perlwein vertreten, der auf Frauen und deren Lebenswelt abzielt: „today my name is Queen“. Er erscheint in einer rosé-goldenen Flasche mit Spiegeleffekt. Zum Produkt gibt es eine eigene Homepage, auf der unter anderem ein Fotowettbewerb um das Produkt ausgetragen wird.

Die Bottwartaler Winzer stellten eine feinherbe Weißwein-Cuvée aus Silvaner, Muscaris und Sauvignon Blanc vor, deren tierisches Etikett einen Storch zeigt: ein leichter, sommerlicher Wein, mit geschmackvoller Note am Gaumen. „Er passt prima, sobald es wieder wärmer wird, dachte ich, und plötzlich kam die Assoziation zum Storch in unserem Stadtwappen“, erzählt Geschäftsführer Bastian Remkes.

Der Trend zur Modernisierung der Ausstattungen der Württemberger Weingärtner setzt sich fort. 2019 überarbeiteten die Weingärtner Stromberg-Zabergäu die Ausstattung ihrer Weine. Unter der Dachmarke Stromberg-Zabergäu soll der Fokus dabei auf Herkunft und Region der Weine gelegt werden. So sollen nun der Weinkeller Brackenheim und der Strombergkeller prägnant auf den Etiketten erkennbar sein. kra