Obereisesheim: Eingeschränkter Wasserspaß

OBEREISESHEIM: Ernst-Freyer-Bad seit Montag wieder geöffnet – Aquatoll bis auf Weiteres geschlossen

Seit Montag ist das Ernst-Freyer-Bad wieder geöffnet. Auf die Besucher wartet ein eingeschränkter Badespaß. Foto: Aquatoll
Seit Montag ist das Ernst-Freyer-Bad wieder geöffnet. Auf die Besucher wartet ein eingeschränkter Badespaß. Foto: Aquatoll
Das Ernst-Freyer-Freibad in Obereisesheim ist seit Montag wieder geöffnet. Damit startete die Freibadsaison in Neckarsulm wie im gesamten Landkreis und in der Stadt Heilbronn zum einheitlichen Öffnungstermin. Rechtliche Grundlage für die Öffnung der Schwimmbäder bildet eine entsprechende Corona-Verordnung des Landes. Das bedeutet aber auch: Das öffentliche Schwimmen ist nur sehr eingeschränkt wieder möglich.
       
Weiter geschlossen bleibt das Aquatoll Erlebnisbad mit Saunabereich und auch im Aquatoll Sportbad findet kein allgemeiner Badebetrieb statt. Dieses wird derzeit nur von Neckarsulmer Spitzensportlern zu Trainingszwecken genutzt.

Planschbeckengeschlossen
„Wir freuen uns, dass wir das beliebte Ernst-Freyer-Bad jetzt wieder öffnen können“, erklärt Oberbürgermeister Steffen Hertwig, fügt aber hinzu: „Einen Normalbetrieb kann es unter den Auflagen der Corona-Verordnung nicht geben. Die Besucher müssen sich auf deutliche Einschränkungen einstellen.“

Die Einschränkungen betreffen in erster Linie die Öffnungszeiten, die zulässige Besucherzahl und den Ticketverkauf. Zudem haben nicht alle Bereiche des Freibades geöffnet. So bleibt das Kinderplanschbecken vorerst geschlossen. Der Kinderspielplatz ist geöffnet und kann unter den Beschränkungen, die allgemein für Spielplätze gelten, genutzt werden. Der Sprungturm ist gesperrt, auch der Kiosk bleibt zu.

140 Personen
Laut Corona-Verordnung darf sich nur eine bestimmte Anzahl von Personen gleichzeitig im Becken aufhalten. Um dies zu gewährleisten, ist die Zahl der Besucher im Ernst-Freyer-Bad auf 140 Personen begrenzt, wählen können die Besucher zwischen vier Zeitfenstern. Die zulässige Zahl der Besucher pro Zeitfenster wird automatisch durch den Ticketverkauf gesteuert. Tickets sind ausschließlich online über die Homepage des Aquatoll unter www.aquatoll.de erhältlich. Dort ist ein entsprechender Link auf der Startseite eingerichtet. An der Freibadkasse werden keine Eintrittskarten verkauft. Auch Saisonkarten werden in diesem Jahr nicht angeboten.

Die Eintrittskarten werden bei der Online-Registrierung gekauft und bargeldlos bezahlt, und zwar per Paypal. Weitere Zahlungsmöglichkeiten werden folgen. Dabei müssen die Besucher ihre Kontaktdaten (Name, Adresse oder Telefonnummer und Alter) angeben. Der städtische Eigenbetrieb Aquatoll ist verpflichtet, diese Daten vier Wochen lang zu speichern und den Gesundheitsbehörden im Ansteckungsfall zu übermitteln, damit der Infektionsweg nachverfolgt werden kann. Die Daten werden verschlüsselt gespeichert und dienen ausschließlich diesem Zweck.

Sobald das Ticket bezahlt ist, erhält der Kunde eine Reservierungsbestätigung in digitaler Form per E-Mail. Besucher zeigen diese Bestätigung bitte als Ausdruck oder abgespeichert auf dem mobilen Endgerät an der Freibadkasse vor und erhalten dann Einlass.

Abstandsregeln im Wasser
Beim Freibadbesuch müssen die Gäste die Schutz- und Hygieneregeln einhalten, die vor Ort öffentlich ausgehängt werden. Die allgemeinen Abstandsregeln gelten auch im Wasser. Das bedeutet, dass bestimmte Freizeitaktivitäten im Becken, wie zum Beispiel Ballspielen, vorerst nicht gestattet sind. Besucher werden dementsprechend gebeten, nur solche Gegenstände mit ins Bad zu nehmen, die für das Schwimmen tatsächlich benötigt werden.

„Die Corona-Bestimmungen beschränken den Freibadbesuch im Grunde auf das reine Schwimmen“, erläutert OB Steffen Hertwig. „Dieses Grundangebot in den Sommermonaten wollen wir unseren Bürgern gerne anbieten. Aber mehr ist derzeit leider nicht möglich.“ Darüber hinaus appelliert Steffen Hertwig an die Eigenverantwortung der Besucher: „Bitte halten Sie sich unbedingt an die Hygieneregeln. Sie schützen damit Ihre eigene Gesundheit und die Gesundheit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes gilt im Ernst-Freyer-Bad in allen geschlossenen Räumen Maskenpflicht. Beim Betreten und Verlassen des Bades sowie beim WC-Besuch müssen Besucher ab sechs Jahren eine Alltagsmaske tragen. Kinder bis zum zehnten Lebensjahr dürfen das Freibad nur in Begleitung einer volljährigen Begleitperson besuchen. Die Duschen im Freibadgebäude sind geschlossen. Besucher können die Duschen an den Zugängen zum Becken benutzen. „Mit diesen gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen und Einschränkungen können wir zwar keinen Normalbetrieb anbieten“, räumt Werkleiter Lars Nielsen ein. „Aber wir ermöglichen doch die ganze Saison über das Schwimmen unter freiem Himmel bei hoffentlich schönem Sommerwetter.“

Das Ernst-Freyer-Bad in Obereisesheim bleibt vom 15. Juni bis zum Ende der Sommerferien, also bis einschließlich Sonntag, 13. September, geöffnet. snp

Vier Zeitfenster können gebucht werden

Die Öffnungszeiten werden auf vier Zeitfenster beschränkt, damit Warteschlangen und Begegnungsverkehre von ankommenden und abfahrenden Badegästen soweit wie möglich vermieden werden. Folgende Zeitfenster stehen zur Auswahl: von 8 bis 10 Uhr, 11 bis 13.30 Uhr, 14.30 bis 17 Uhr und 18 bis 20 Uhr. Nur am Mittwoch verlängert die reguläre Frühschwimmerzeit das Zeitfenster auf 7 bis 10 Uhr. Besucher müssen sich für ein Zeitfenster entscheiden. Spontane Freibadbesuche sind damit zwar möglich, allerdings muss das Ticket dann zuvor über das Mobiltelefon gekauft werden. Ist ein Zeitintervall beendet, wird das Bad komplett geräumt und bleibt für eine Stunde geschlossen. In dieser Zeit wird das Freibad gereinigt und desinfiziert. Der Ticketverkauf erfolgt nur online unter www.aquatoll.de. snp

Es darf wieder gebolzt werden

NECKARSULM. Die Bolzplätze und Multifunktions-Spielanlagen der Stadt sind ab sofort wieder geöffnet. Die Plätze und Spielanlagen dürfen jedoch nur unter bestimmten Auflagen genutzt werden, die in der Corona-Verordnung vorgeschrieben sind. Vor Ort weisen Schilder auf die zu beachtenden Hygiene- und Abstandsregeln hin. Spielende Kinder und Jugendliche müssen einen Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten. Kinder dürfen die Bolz- und Spielflächen nur in Begleitung einer Aufsichtsperson benutzen. Auf den Bolzplätzen sind maximal 15 Personen zulässig. Die Multifunktions-Spielanlagen dürfen von maximal sechs Personen gleichzeitig genutzt werden. Die Skateranlagen sind ebenfalls wieder geöffnet. snp

Eberwin-Bozetto für verdiente Bürger

Künstlerin Ingrid Jäger überbrachte neue Bestände an Kleinplastiken

Verdiente Obereisesheimer bekommen eine Eberwin-Kleinplastik. Foto: Gastgeb
Verdiente Obereisesheimer bekommen eine Eberwin-Kleinplastik. Foto: Gastgeb
OBEREISESHEIM. Ehrenbecher, Ehrenmedaille, Ehrenring und Ehrenbürgerschaft – der Gemeinderat der Stadt Neckarsulm verfügt über unterschiedlichste Möglichkeiten, verdiente Bürgerinnen und Bürger für deren Einsatz im Interesse des Allgemeinwohls auszuzeichnen.

Die Überreichung einer bestimmten Plastik als offizielle Würdigung einer zumeist ehrenamtlichen Tätigkeit sieht das Protokoll eigentlich gar nicht vor. Eigentlich. Denn in den Stadtteilen Dahenfeld und Obereisesheim wird das ganz anders beurteilt. Was den Dahenfeldern ihre Remigius-Plastik, war und ist den Obereisesheimern ihr Eberwin-Bozetto.

Ehrenzeichen Diese Kleinplastik haben bislang nur die langjährigen Stadt- und Ortschaftsräte Walter Hofmann, Reinhard Ranger, Emil Höpfer, Willi Halter, Werner Weybrecht, Inge Maysack und Dr. Herbert Neuwirth für ihren unermüdlichen Einsatz im Interesse der Stadt Neckarsulm und ihres Stadtteils Obereisesheim erhalten.

Mit der Überreichung gleich dreier Kleinplastiken zum Ende der Legislaturperiode Mitte 2019 musste Nachschub geordert werden. Doch nun nicht mehr von Professor Gunther Stilling, sondern von Bildhauerin Ingrid W. Jäger. Denn der Zufall wollte es, dass nach dem Diebstahl der Eberwin-Plastik vor dem Rathaus zu den Kommunalwahlen etwa ein Jahr später auch die letzten Bestände der alten Kleinplastik zur Neige gingen.

Der Ortschaftsrat beantragte und erhielt denn vom Gemeinderat auch die benötigten Mittel, um neue Kleinplastiken zu beschaffen. Dieser Tage nun wurden sie von Ingrid W. Jäger ins Rathaus geliefert. Die Kleinplastiken gleichen dem großen Original im Rathaus-Foyer wie ein Hühnerei seinem Straußenpendant. Eine herausragende Arbeit der Künstlerin, auf die sich verdiente Obereisesheimer heute schon freuen können. Während der ideelle Wert des Bozettos unschätzbar ist, liegt sein tatsächlicher Anschaffungswert im oberen dreistelligen Euro-Bereich. Von Andreas Gastgeb

Corona-Pause wird beendet

MARTIN-LUTHER-KIRCHE. Am Sonntag, 28. Juni, beendet die Kinderkirche der Martin-Luther-Kirchengemeinde die Corona-Pause. Am 28. Juni und am 19. Juli gibt es „Kiki-Garten-Gottesdienste“. Beginn ist um 10.45 Uhr auf der Terrasse der Martin-Luther-Kirche im Neckarsulmer Neuberg. Der Kindergottesdienst ist geeignet für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Die Corona-Bestimmungen werden eingehalten. Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt, in denen Abstand gehalten wird. Um Anmeldung unter: mlk.kinderkirche@gmail.com wird gebeten. NSt

Stadtradeln startet mit Radcheck

Die Aktion Stadtradeln beginnt am Samstag, 27. Juni. Foto: snp
Die Aktion Stadtradeln beginnt am Samstag, 27. Juni. Foto: snp
NECKARSULM. Die bundesweite Aktion Stadtradeln (27. Juni bis 17. Juli) startet in Neckarsulm am Samstag, 27. Juni, um 11 Uhr mit dem kostenlosen Radcheck der Initiative Radkultur auf dem Museumsplatz am Deutschen Zweirad- und NSU-Museum.

Radkultur ist eine Initiative des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, die sich für fahrradfreundliche Mobilität im Land einsetzt. Neckarsulm hatte sich um Aufnahme in das Förderprogramm beworben. Als eine von acht Städten im Land nimmt sie jetzt als Radkultur-Kommune 2020 an der Initiative teil. Beim Stadtradeln soll das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag gestärkt werden. Veranstaltet wird die weltweit größte Radkampagne vom europäischen Städtenetzwerk „Klima-Bündnis“.

Mitmachen kann bei der Aktion zum Schutz des Klimas wirklich jeder, der Spaß am Radfahren hat. In Neckarsulm können sich Teilnehmer ab sofort unter www.stadtradeln.de/neckarsulm anmelden – übrigens ist dies über den gesamten Aktionszeitraum möglich. Gefahren wird immer in einem Team. Alle Modalitäten und allgemeine Infos zum Stadtradeln finden Interessierte unter www.stadtradeln.de. Die gefahrenen Kilometer können online im Radelkalender unter www.stadtradeln.de/radlerbereich eingetragen werden. Fragen zur Radkampagne beantworten Koordinatorin Carina Puff, Telefon 01732 35381, E-Mail an: carina.puff@neckarsulm.de und Beate Schick, Telefon 07132 35271, E-Mail an: beate.schick@neckarsulm.de. snp

Fieberambulanz wieder geschlossen

NECKARSULM: Corona-Patienten werden ab sofort in Hausarztpraxen betreut

Seit dieser Woche ist die Fieberambulanz in der Sulmturnhalle wieder geschlossen. Covid-Patienten werden ab sofort in Hausarztpraxen betreut. Foto: Archiv/Klug
Seit dieser Woche ist die Fieberambulanz in der Sulmturnhalle wieder geschlossen. Covid-Patienten werden ab sofort in Hausarztpraxen betreut. Foto: Archiv/Klug
Weil die Infektions- und Patientenzahlen zurückgehen, wird die Fieberambulanz in Neckarsulm nicht mehr benötigt. Sie wurde jetzt geschlossen. Durch die mittlerweile gute Ausstattung mit persönlicher Schutzausrüstung betreuen die meisten Hausarztpraxen ihre Covid-Patienten inzwischen selbst.

Definierte Zeitfenster
Für die Praxen, die aus welchen Gründen auch immer Covid-Patienten nicht versorgen können, hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) flächendeckend über 200 sogenannte Corona-Schwerpunktpraxen (CSP) etabliert. Die CSP stellen definierte Zeitfenster für Untersuchung, Behandlung und Abstriche von Corona-Verdächtigen zur Verfügung.

So ist sichergestellt, dass alle Patienten in Baden-Württemberg bei Bedarf Abstriche erhalten.

Die KVBW reagiert damit auf die zurückgehenden Infektionszahlen und die deutlich sinkenden Patientenzahlen in der Fieberambulanz, die den weiteren Bestand nicht rechtfertigen würden. Allerdings sei sie auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet, so dass, wenn erforderlich, die Fieberambulanz auch schnell wieder eröffnet werden könnte. Wie Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig betont, ist die Stadt bereit, die Fieberambulanz bei Bedarf sofort wieder einzurichten. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Johannes Fechner, bedankte sich bei allen Beteiligten: „Uns ist es gelungen, innerhalb sehr kurzer Zeit mit der Fieberambulanz eine Struktur zu schaffen, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, dass wir gut durch die Pandemie gekommen sind, was die Versorgung der Bevölkerung angeht.“

Das sei der engen Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den Vertretern der Stadt, aber auch dem großen Engagement der Ärztinnen und Ärzte und des medizinischen Fachpersonals zu verdanken. „Gleichzeitig konnten wir den Krankenhäusern den Rücken freihalten, damit sie ihre Kapazitäten für die schweren Fälle einsetzen können. Dafür gebührt allen Beteiligten unser Dank.“ NSt

Eugen Kühner: ein guter Wächter

DAHENFELD. „Ein guter Wächter über die Interessen Dahenfelds und ein unentbehrlicher Mann vor Ort.“ So würdigte der damalige Neckarsulmer OB, Dr. Erhard Klotz, den ehemaligen Bürgermeister und späteren Ortsvorsteher, Eugen Kühner, zu dessen 70. Geburtstag. Am Montag wäre Kühner 100 Jahre alt geworden. Der damals 37-jährige Vermessungstechniker wurde am 26. Januar 1958 Bürgermeister des damals selbstständigen Dahenfeld. Nachdem einige Dahenfelder Kühner dazu aufforderten, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen, willigte er ein – unter der Bedingung, dass seine Mitbürger ihm das Vertrauen aussprechen. Dies taten die Dahenfelder gleich zweimal: bei der Bürgermeisterwahl 1958 mit fast 60 Prozent der Stimmen und 1966 mit mehr als 98 Prozent. 20 Jahre lang setzte er sich als Bürgermeister und nach der Eingemeindung 1971 als Ortsvorsteher verantwortungsbewusst und mit Engagement für die Interessen von Dahenfeld ein. snp
      

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Der Jugendliche zu seinem Vater: „Du, Papa, soll ich dir von meiner ersten Fahrt mit deinem Auto erzählen oder reicht es dir, es morgen in der Zeitung zu lesen?“