Ausbau-Planung für B27 beginnt

NECKARSULM: Regierungspräsidium führt Machbarkeitsstudie durch – Stadt treibt Anschluss der Binswanger Straße voran

So könnte die neue Anschlussstelle der B27 an die Binswanger Straße aussehen. Visualisierung: Stadt Neckarsulm
So könnte die neue Anschlussstelle der B27 an die Binswanger Straße aussehen. Visualisierung: Stadt Neckarsulm
Nachdem die Entscheidung der Stadt Neckarsulm nun vorliegt, den Anschluss der Binswanger Straße an die B 27 (Landkreis Heilbronn) weiter voranzutreiben, kann das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) mit dem Planungsprozess für den vierstreifigen Ausbau der B 27 beginnen.

Mit dem Bau des Anschlusses der Binswanger Straße an die B 27 durch die Stadt Neckarsulm wird der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße bereits bis unmittelbar vor die Sulmbrücke umgesetzt. Daran anschließend plant das Regierungspräsidium Stuttgart den weiteren vierstreifigen Ausbau der B 27. Das Projekt ist im Bedarfsplan 2016 zum Bundesverkehrswegeplan in hoher Dringlichkeit, nämlich im „vordringlichen Bedarf“ (VB), enthalten. Damit sind Planung und Bau der Maßnahme begründet.

Vorplanung
In einem ersten Schritt wird nun durch das RPS eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in der unter anderem auch die im Vorfeld des Bürgerentscheids diskutierten Alternativen (beispielsweise Troglage und Tunnellösung) auf ihre technische und wirtschaftliche Machbarkeit überprüft werden. Nach Abschluss dieser Machbarkeitsstudie voraussichtlich Ende 2020 werden darauf aufbauend die städtebaulich und wirtschaftlich realisierbaren Alternativen in der Vorplanung genauer untersucht und über die beste Variante entschieden.

Die Stadt Neckarsulm begrüßt dieses Vorgehen des Regierungspräsidiums. Die Machbarkeitsstudie eröffne einen schnellen Einstieg in die Planung und ermögliche der Stadt, die bisher im Rahmen des Fachdialogs mit den Ratsfraktionen und der Bürgerinitiative diskutierten Ausbaumöglichkeiten in den Planungsprozess einzubringen, heißt es.

Stadtverwaltung Neckarsulm und Regierungspräsidium stehen in engem Kontakt, um das städtische Bauvorhaben „B 27-Anschluss Binswanger Straße“ und das Bundesvorhaben „Vierspuriger Ausbau der B 27“ in Planung und Bau aufeinander abzustimmen. Die Stadt Neckarsulm plant schon seit langem den zusätzlichen Anschluss der Binswanger Straße an die B 27, um den Verkehr auf den Hauptverkehrsadern zu bündeln, die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten und die Gewerbegebiete im Südosten der Stadt besser anzubinden. Diese Maßnahme ist Bestandteil des Mobilitätspaktes für den Wirtschaftsraum Heilbronn-Neckarsulm.
  

Zeitplan

Mit dem Grundsatzbeschluss im Oktober für den B 27-Anschluss Binswanger Straße hat der Gemeinderat die Stadtverwaltung beauftragt, die Planung auf der Grundlage des Vorentwurfs fortzuführen und die Leistungsfähigkeit des Anschlusses zu optimieren. Im Laufe des ersten Halbjahres 2020 wird die Stadt die ausgearbeitete Entwurfsplanung dann erneut dem Regierungspräsidium vorlegen, um den „Gesehen“- Vermerk des Bundesverkehrsministeriums zu erhalten. Mit diesem Vermerk stimmt der Bund dem Großbauprojekt zu und erklärt seine Bereitschaft, sich an den Kosten zu beteiligen. Sodann beantragt die Stadt beim Land die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Mit der Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses ist das Baurecht hergestellt. Auf dieser Grundlage finden die Ausführungsplanung und der eigentliche Bau statt. Mit dem Bau des Anschlusses soll spätestens 2024 begonnenwerden. NSt

Verkauf von Dauerparkkarten

NECKARSULM Der Verkauf der Dauerparkkarten für die Stellplätze auf dem Parkplatz „Bahnhof West“ in Neckarsulm wird neu geregelt. Private Nutzer und Park & Ride-Kunden erhalten Monats- und Wochenkarten zur Anmietung von Stellplätzen vom 1. Januar 2020 an nur noch bei der Shell-Tankstelle, Kanalstraße 1. Der Kiosk im Bahnhof stellt den Verkauf ein. snp
   

Geld für Stiftung Starke Familien

NECKARSULM Bei der Netze BW-Aktion „Zählerstand online erfassen“ kamen in Neckarsulm 2214,45 Euro zusammen – für die Stiftung Starke Familien. OB Steffen Hertwig und Geschäftsführer Dr. Martin Konermann übergaben den Scheck jetzt an den Fachleiter der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, Uwe Schenk. NSt
  

Gleichartige Aufgaben werden in städtischen Ämtern gebündelt

NECKARSULM Die Stadt hat ihre Verwaltungsstruktur weiterentwickelt und Aufgaben der Ämter teilweise neu zugeordnet. „Ziel der Neuorganisation ist es, gleichartige Aufgaben logisch zu bündeln“, erläutert OB Steffen Hertwig. „Die historisch gewachsenen unterschiedlichen Organisationseinheiten haben zum Teil Aufgaben wahrgenommen, die eigentlich zusammengehören.“

Neu gebildet wurde das Amt für Bildung und Soziales. Dort wurden die Abteilung Familie, Jugend und Soziales, die bislang beim Hauptamt angesiedelt war, und die Abteilung Schulen und Betreuung, die zum Schul-, Kultur- und Sportamt gehörte, zusammengeführt. Damit wird die Verantwortung für die städtischen Schulen, ergänzende Betreuungsangebote und die Kindertageseinrichtungen im neuen Amt gebündelt. Zum Amt für Bildung und Soziales gehören zudem die Bereiche Integration, Jugend und Senioren sowie die Sozialstation mit IAV-Stelle.

Das bisherige Schul-, Kultur- und Sportamt wird als Kultur- und Sportamt weitergeführt. Es übernimmt Aufgaben vom Haupt- und Personalamt, und zwar die Städtepartnerschaften, das Stadtarchiv und die Kontaktpflege zu den Vereinen. Darüber hinaus unterstützt das Kultur- und Sportamt künftig das Stadtmarketing bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen. Zum Geschäftsbereich gehören weiterhin die kommunalen Kultur- und Bildungseinrichtungen Mediathek, VHS, Musikschule sowie das Zweirad- und das Stadtmuseum.

Das Haupt- und Personalamt widmet sich künftig dem Personal, der Organisation und der IT. Hinzu kommen die Themen Landesinformations-Freiheitsgesetz, Datenschutz und Informationssicherheit sowie Digitalisierung als Zukunftsaufgabe.

Das Ordnungsamt heißt jetzt Amt für Bürgerservice und Ordnung und umfasst die Abteilungen Bürgerservice (Bürgerbüro, Ausländerstelle, Ortspolizeibehörde, Sozial-/Wohngeldstelle), Öffentliche Ordnung (Obdachlose, Waffen, Bußgeld, Standesamt), Sicherheits-/Verkehrs-management (Schwerlastverkehr, Baustellenmanagement, Vollzugsdienst, Parkraummanagement) sowie Freiwillige Feuerwehr.

OB-Büro Dem Büro des Oberbürgermeisters wurden Citymanagement und Wirtschaftsförderung neu zugeordnet. Das Rechnungsprüfungsamt ist fortan als Stabsstelle beim OB angesiedelt. Die Leitungen der neuen oder neu zugeschnittenen Ämter wurden bereits besetzt. Leiterin des Amtes für Bildung und Soziales ist Doris Wohlfahrt. Sie leitete bislang die Abteilung Familie, Jugend und Soziales beim Haupt- und Personalamt. Zum Leiter des Kultur- und Sportamtes wurde Frank Borth gewählt. Er war seither stellvertretender Leiter des Schul-, Kultur- und Sportamtes. Das Haupt- und Personalamt führt Frank Moll. Der Leiter der Personalabteilung trat die Nachfolge von Andreas Eschbach an, der als Fachbereichsleiter zum Landkreis Ludwigsburg wechselte. Veränderungen gibt es auch im Baudezernat, das 2019 das Zentrale Gebäudemanagement übernommen hat. Hier ist die Neuorganisation noch nicht beendet. snp
   

Auszeichnung für Stefan Erlewein

OB Hertwig (r.) überreicht die Auszeichnung an Stefan Erlewein. Foto: privat
OB Hertwig (r.) überreicht die Auszeichnung an Stefan Erlewein. Foto: privat
EHRUNG Der Ortsvorsteher des Neckarsulmer Stadtteils Dahenfeld, Stefan Erlewein, ist mit dem Verdienstabzeichen des Städtetags Baden-Württemberg in Silber ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Steffen Hertwig überreichte die Auszeichnung für 20 Jahre kommunalpolitische Tätigkeit bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates an den Ortsvorsteher.

Stefan Erlewein gehört dem Ortschaftsrat seit 1999 ohne Unterbrechung an. Von 2004 bis 2009 war er als Stadtrat der SPD zusätzlich Mitglied des Gemeinderates. Am 25. Juli 2019 wurde Ortschaftsrat Stefan Erlewein vom Gemeinderat zum ehrenamtlichen Ortsvorsteher von Dahenfeld gewählt. Er übernahm dieses Ehrenamt von Johann Habla, der bei der Kommunalwahl 2019 nicht mehr kandidierte. snp
   

Musikalische Begrüßung im neuen Jahr

NECKARSULM: Konzert und Ansprache von Steffen Hertwig am 12. Januar in der Ballei

Traditionell gestaltet das Jugend-Sinfonieorchester der Musikschule das Neujahrskonzert in der Neckarsulmer Ballei. Foto: Archiv/Plückthun
Traditionell gestaltet das Jugend-Sinfonieorchester der Musikschule das Neujahrskonzert in der Neckarsulmer Ballei. Foto: Archiv/Plückthun
In seiner traditionellen Neujahrsansprache beschreibt Oberbürgermeister Steffen Hertwig die kommunalpolitischen Aufgaben und Herausforderungen des Jahres 2020. Die Ansprache findet im Rahmen des Neujahrskonzerts am Sonntag, 12. Januar 2020, um 11 Uhr in der Ballei Neckarsulm statt. Es musiziert das Jugend-Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule unter der Leitung von Musikdirektor Jochen Hennings. Anschließend findet ein Bürgerempfang im Foyer statt. Zum 22. Neujahrskonzert mit Bürgerempfang laden die Stadt Neckarsulm und Oberbürgermeister Steffen Hertwig alle Bürgerinnen und Bürger ein. Der Eintritt ist frei.

Mit der „Musik zu einem Ritterballett“ (Werk ohne Opuszahl) von Ludwig van Beethoven startet das Jugend-Sinfonieorchester der Städtischen Musikschule Neckarsulm unter der Leitung von Musikdirektor Jochen Hennings ins Jubiläumsjahr des vor 250 Jahren in Bonn geborenen Komponisten. Das Werk entstand 1791 für einen Maskenball und beschreibt die „Hauptneigungen unserer Urväter zu Krieg, Jagd, Liebe und Zechen“.

Sechs Jahre zuvor hatte ein Wiener Komponist eines seiner berühmtesten und ergreifendsten Werke geschrieben. 1785 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart das Konzert d-Moll KV 466 für Klavier und Orchester. Die junge Neckarsulmer Nachwuchspianistin Lisa-Marie Ehrenfried wird den Solopart übernehmen.

Oberbürgermeister Steffen Hertwig hält die Neujahrsansprache und skizziert mit einem Rück- und Ausblick die wichtigsten kommunalpolitischen Themen der Stadt.

Den zweiten Teil der Matinee läuten Werke der Strauß-Dynastie ein. Die Polka „Im Krapfenwaldl“ op. 336 eröffnet den Reigen, bevor die Polka „Feuerfest“ op. 269 des Bruders von Johann, Josef Strauß, erklingt. Dieses Werk entstand anlässlich des Verkaufs des 20 000sten Tresors der Firma Wertheim. Als Hommage an das Schmiedehandwerk wird auch ein Amboss eingesetzt. Mit Johann Strauß’ Walzerfolge „An der schönen blauen Donau“ op. 314 endet das Neujahrskonzert 2020.

Beim anschließenden Bürgerempfang übernimmt der Förderverein Jugend-Sinfonieorchester Neckarsulm zusammen mit dem Eltern- und Freundeskreis der Städtischen Musikschule wieder die Bewirtung der Gäste. Der Förderverein freut sich über eine großzügige Spende zur Förderung der musikalischen Jugendarbeit. MS/snp