Spanische und französische Stromer

ALTERNATIVE ANTRIEBE: Seat bringt den Mii Electric auf den Markt, Renault hat bereits vier E-Autos im Programm

Beim kompetenten Verkaufsteam des Heilbronner Autohauses von der Weppen können Interessierte bereits den neuen Mii Electric (links) und den überarbeiteten Renault Zoe bestellen. Foto: Dennis Mugler
Beim kompetenten Verkaufsteam des Heilbronner Autohauses von der Weppen können Interessierte bereits den neuen Mii Electric (links) und den überarbeiteten Renault Zoe bestellen. Foto: Dennis Mugler
Von unserem Redakteur Alexander Schnell 

Mittlerweile steht auch die spanische VW-Tochter Seat unter Strom. Beim Autosalon in Genf im März hat die Marke im März die Studie El Born gezeigt. Dabei handelt es sich um einen kompakten Fünftürer mit 420 Kilometern Reichweite. Benannt ist sie nach einem Szeneviertel in Barcelona, sie basiert auf dem neuen Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) des VW-Konzerns, auf dem in den nächsten Jahren mehrere Fahrzeuge unterschiedlicher Marken entstehen werden. Bis Anfang 2021 sollen insgesamt sechs Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle von Seat auf den Markt kommen.

Den Anfang macht die elektrische Version des Kleinstwagens Mii. Die spanische VW-Tochter gibt für den 61 kW/83 PS starken Mii Electric eine Reichweite von 260 Kilometern an, in einer Stunde könne der Akku auf 80 Prozent Energiegehalt geladen werden. Der Startpreis liegt bei 20 650 Euro. „Wir werden den Mii nur noch elektrisch anbieten“, sagt Seat-Chef Luca de Meo.

Plug-in-Hybrid
Im Lauf des nächsten Jahres kommt neben der Serienversion des El Born der große SUV Tarraco als Plug-in-Hybrid auf den Markt. Unter dem Blech kombiniert Seat einen 1,4 Liter-großen Benzinmotor (110 kW/150 PS mit einem 85 kW /115 PS starken Elektromotor und einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 13 Kilowattstunden. Die rein elektrische Reichweite soll nach Angaben des Herstellers bei rund 50 Kilometern liegen.

Ein Vorreiter bei dem Thema Elektromobilität ist Renault. Die französische Marke bietet derzeit vier Elektrofahrzeuge an – vom kleinen Stadtflitzer bis zum geräumigen Lieferwagen. Jean-Dominique Senard ist ein großer Verfechter der lautlosen Stromer. Der Renault-Chef treibt die Elektrifizierung konsequent voran. „Jetzt kommen auch die anderen Hersteller.

Alle kommen. Die Realitäten sind vielen Leuten heute offensichtlicher”, so Senard. Er sei sich bereits früh sicher gewesen, dass die künftigen Umweltgesetze nicht allein mit Benziner- oder Diesel-Autos erfüllt werden.

Marktführer
Der Kleinwagen Zoe von Renault ist in Deutschland die Nummer eins bei Elektrofahrzeugen und führt die Zulassungsstatistik an. Nun hat er eine Auffrischung erhalten und ist in der neuen Version zu Preisen ab 21 900 Euro bestellbar sein. Der Wagen trägt nicht nur ein neues Gesicht, sondern ist auch mit einem neuen Cockpit ausgestattet, das sich mit digitalen Instrumenten und großem Touchscreen für die Generation Smartphone heraus geputzt hat. Sondern vor allem gibt es einen größeren Akku und einen stärkeren Antrieb. Im Boden steckt dann ein Akku mit 52 kWh. Das sind rund 25 Prozent mehr als beim bisherigen Akku, der mit 40 kWh im Programm bleibt. Mit dem größeren Akku steigt die Reichweite auf 395 Kilometer.