Shopping-Event für Schnäppchenjäger

Aktionstag des Handels am Freitag, 29. November, mit satten Rabatten quer durch alle Branchen

Am Black Freuday lohnt sich ein ausgiebiger Shopping-Bummel ganz besonders. In der Tradition des amerikanischen Black Fridays bieten viele Einzelhändler ihre Ware zu stark reduzierten Preisen an. Foto: oneinchpunch/stock.adobe.com
Am Black Freuday lohnt sich ein ausgiebiger Shopping-Bummel ganz besonders. In der Tradition des amerikanischen Black Fridays bieten viele Einzelhändler ihre Ware zu stark reduzierten Preisen an. Foto: oneinchpunch/stock.adobe.com
Alljährlich läutet der Black Friday in den USA den Beginn des Weihnachtsgeschäfts für den Einzelhandel ein – ein Event für Schnäppchenjäger, das in vielen Bundesstaaten sogar ein Feiertag ist. Jeweils am Freitag nach Thanksgiving klingeln in Amerika die Kassen in den Geschäften – der Black Friday gilt als der umsatzstärkste Tag des ganzen Jahres. Kein Wunder, dass das Shopping- Event auch hierzulande Nachahmer findet.

Der Black Freuday genannte Aktionstag findet wie sein amerikanisches Vorbild am Freitag, 29. November, statt. Satte Rabatte sollen am hiesigen Freutag die Kunden motivieren, sich von der Qualität und dem umfangreichen Angebot des stationären Handels ein Bild zu machen.

Brückentag
Der Freitag nach Thanksgiving ist in den USA ein Brückentag, an dem sich viele Menschen freinehmen. Thanksgiving ist die amerikanische Version des Erntedankfests. Der neben dem Independence Day wichtigste Feiertag der Nation findet seit 1941 immer am vierten Donnerstag im November statt. Zuvor wurde über das ganze Jahr hin formlos daran erinnert, dass 1621 in Plymouth Kolonialisten und Wampanoag Indianer ihr Essen teilten. Und zu essen gibt es heute reichlich – traditionell Truthahn mit Süßkartoffeln, Mais und Kürbisgemüse sowie Apfel- oder Kürbiskuchen zum Nachtisch. Das Festessen wird oft mit der ganzen Familie zelebriert. Der Tag danach dient seit Jahrzehnten dem ausgiebigen Shopping. Hammer-Angebote sorgen mitunter für tumultartige Szenen vor den Stores – diese Bilder sind hierzulande aber eher nicht zu erwarten. Ausgerechnet Apple brachte 2006 die Tradition des Black Fridays nach Deutschland. Das Unternehmen, das sonst nicht gerade für Rabattaktionen bekannt ist, bot die amerikanischen Preisnachlässe auch auf dem hiesigen Markt an. Inzwischen beteiligen sich in vielen Städten zahlreiche Händler am Aktionstag, der jedoch – noch – nicht Black Friday heißen darf.

Geschützte Marke
Der Begriff wurde 2013 von der deutschen Firma Klingenthal Südring GmbH aus Paderborn/Westfalen beim Deutschen Patentamt als Wortmarke geschützt, berichtet das „Handelsblatt“. Später wurde er an die Super Union Holdings Ltd. aus Hongkong verkauft. Wer in Deutschland mit dem Begriff Black Friday werben will, von dem verlangt die österreichische Partnerfirma des chinesischen Unternehmens eine Lizenzgebühr. Vor kurzem verhandelte das Bundespatentgericht in München über die Frage, ob es sich bei dem Begriff Black Friday überhaupt um eine Marke handele. Ein Urteil ist noch nicht veröffentlicht. Experten raten angesichts der unklaren Rechtslage derzeit davon ab, die Bezeichnung Black Friday markenmäßig zu verwenden. Schließlich gibt es Alternativen – der Black Freuday in der Region ist nur ein Beispiel dafür.

So oder so hat sich der Schnäppchentag Ende November hierzulande etabliert. 2018 setzte der deutsche Einzelhandel on- und offline rund 2,4 Milliarden Euro um (15 Prozent mehr als 2017). Mit 600 Millionen mehr rechnet nach Umfragedaten nun die Inhaberin der Markenrechte, die Black Friday GmbH, für 2019. So haben sich einer Erhebung zufolge bereits 82 Prozent der deutschen Konsumenten einen Black-Friday-Einkauf vorgenommen. 62 Prozent wollen für die Schnäppchen 300 Euro oder mehr ausgeben. red