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Ohne Stau, Streit und Sorgen: Tipps für die Urlaubsreise im Auto

Entspannt starten: Das ist einer der wichtigsten Faktoren für die Autofahrt in den Urlaub. Foto: Westend61/dpa-tmn
Entspannt starten: Das ist einer der wichtigsten Faktoren für die Autofahrt in den Urlaub. Foto: Westend61/dpa-tmn
Von Claudius Lüder, dpa  

Damit die Fahrt in den Urlaub nicht komplett die Stimmung vermiest, sollten Reisende ein paar Tipps beachten.

- Entspannt losfahren: Noch schnell die letzten Sachen besorgen und dann ins Auto und auf die Autobahn? Keine gute Idee, sagt der Verkehrspsychologe Thomas Wagner von der Dekra. „Wer eine längere Autofahrt plant, sollte die Reise gut erholt antreten und ausgeruht ins Auto steigen. Die Stimmungslage sollte positiv und voller Vorfreude sein.“ Denn wer in einer gereizten und gehetzten Grundhaltung losfahre, sei anfällig für unüberlegte und spontane Handlungen, die leicht in aggressives Verhalten einmünden können.

- Entspannt sitzen: „Ideal ist eine leicht zurückgelehnte Sitzposition. Die Arme sollten etwas angewinkelt sein und die Oberschenkel locker auf der Sitzvorderkante aufliegen“, empfiehlt Gerrit Reichel vom Automobil-Club Verkehr (ACV). Der Abstand zum Lenkrad sollte zudem so gewählt sein, dass auch bei durchgetretenem Pedal die Knie noch leicht angewinkelt sind. Eine entspannte Sitzposition sei auch für die Sicherheit wichtig, erst dann sei der Fahrer in der Lage, schnell und richtig zu reagieren. Verkehrspsychologe Wagner rät dazu, mindestens alle zwei Stunden einen Parkplatz anzusteuern.

- Antizyklisch fahren: Zu Zeiten, in denen sich die Mehrheit der Urlauber auf den Weg macht, sind Staus vorprogrammiert. „Besser ist es, antizyklisch in die Ferien zu starten und zum Beispiel die Abend- und Nachstunden für die Anreise zu nutzen“, empfiehlt Romy Mothes vom Auto Club Europa (ACE). Wer ins Ausland fahre, könne auf kleinere Grenzübergänge ausweichen, die weniger frequentiert sind.

- Richtig klimatisieren: „Empfehlenswert ist, vor Beginn der Fahrt Türen und Fenster zu öffnen, damit die heiße Luft entweichen kann. Erst dann sollte die Klimaanlage eingeschaltet werden“, empfiehlt Reichel. Der Luftstrom sollte nicht direkt auf den Körper gerichtet und nicht zu kalt eingestellt werden, denn dies könne ein Verkrampfen der Muskulatur bewirken.

- Auto checken: Vor Fahrtantritt sollte der Zustand von Scheiben, Scheinwerfern und Scheibenwischern, der Füllstand von Wisch- und Kühlwasser sowie Motoröl geprüft und die Reifen kontrolliert werden. „Neben dem Überprüfen der Lauffläche auf Beschädigungen und der Profiltiefe, die mindestens bei vier Millimeter liegen sollte, ist der richtige Reifendruck sehr wichtig“, sagt Reichel. Denn je nach Beladung müsse der um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Auch das Reserverad sollte geprüft werden. Wer stattdessen ein Reifen-Pannenset dabei hat, testet die Funktion des Kompressors und tauscht den Flüssigkautschuk nach spätestens fünf Jahren aus, rät Reichel. Viele Werkstätten bieten einen Urlaubscheck an.

Übelkeit vermeiden

Manchen Kindern wird im Auto schnell schlecht. Mit genug Pausen sind längere Strecken aber meistens gut zu schaffen, erklärt Gunter Burmester, Oberarzt der Gastroenterologie im Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg. Als Getränke für unterwegs eignen sich stilles Wasser oder Saft. Vor der Fahrt gibt es eine leichte Mahlzeit, als Reiseproviant eignen sich etwa geschnittene Äpfel und Möhren. Regelmäßig aus dem Fenster zu schauen, hilft, Übelkeit zu vermeiden. Hörspiele oder Ratespiele sind meist die bessere Reiseunterhaltung als Bilderbücher oder Spiele auf dem Tablet. dpa