Langlebige Zierde dank guter Pflege

Tipps, wie Fichten und Tannen ihre Frische bis Heilig Drei König behalten

Jährlich werden in Deutschland 30 Millionen Christbäume verkauft. Wer lange Freude daran haben will, setzt auf frische geschlagene Tannen aus der Region. Foto: dpa
Jährlich werden in Deutschland 30 Millionen Christbäume verkauft. Wer lange Freude daran haben will, setzt auf frische geschlagene Tannen aus der Region. Foto: dpa
Von unserer Redakteurin Ulrike Kübelwirth

Was wäre das Fest aller Feste ohne den Christbaum? Für die meisten ganz undenkbar. Rund 30 Millionen Fichten und Tannen werden alljährlich in der Bundesrepublik verkauft. Von Heiligabend bis mindestens Heilig Drei König zieren sie die Wohnstuben im Land. Kein Wunder, verbreiten sie doch eine ganz besonders festliche Atmosphäre und duften so herrlich nach Weihnachten. Ein Zustand, der möglichst lange erhalten werden soll.

Deshalb kommt es auch beim Tannenbaum auf die richtige Pflege an. Schließlich gilt es zu verhindern, dass der nadelt, seinen Glanz und seinen guten Duft verliert. Auf Nummer sicher geht, wer einen Weihnachtsbaum kauft, der in der Region gewachsen ist. Zeitnah geschlagen, ohne lange Transportwege zurückgelegt zu haben, steht er für Frische und hält so später auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen in der warmen Wohnung bis zum 6. Januar durch. Dass der Baum frisch gefällt worden ist, lässt sich leicht an der Schnittstelle erkennen, die dann ganz hell, fast weiß ist.

Zusätzlich folieren
Doch auch die Tanne aus heimatlichen Gefilden bedarf einer gewissen Pflege. Und die beginnt tatsächlich schon beim Transport. Wer den Baum auf dem Dach seines Autos nach Hause bringen muss, sollte diesen zusätzlich zum Netz noch einmal in Folie wickeln, denn der Fahrtwind entzieht ihm Feuchtigkeit – und das wiederum schränkt seine Lebensdauer ein. Bis der Christbaum seinen Platz im Wohnzimmer findet, sollte er kühl in einem gut gefüllten Wassereimer stehen. Terrasse, Keller oder Garage sind ein prima Platz dafür. Einen Tag vor dem Umzug an seinen endgültigen Standort sollte er eine Nacht im Flur verbringen, um sich schon einmal an die höheren Temperaturen zu gewöhnen.

Wo der Christbaum schließlich aufgestellt wird, spielt für die weitere Lebensdauer ebenfalls eine große Rolle. Problematisch sind Zimmer mit Fußbodenheizung, da sie die Schnittstelle stark erwärmt. Um in diesem Fall ein Austrocknen zu vermeiden, empfehlen Fachleute nach dem Aufstellen die Nadeln täglich mit Wasser einzusprühen – was bei elektrischer Beleuchtung nicht ganz ungefährlich sein kann. Ein schlechter Standort ist auch direkt an Heizung, Ofen oder am Kamin. Zudem vertragen manche Baumarten keine Zugluft und machen bei geöffnetem Fenster schnell schlapp.

Wasser und Nährstoffe
Hat man den Platz festgelegt, sollte man beim Aufstellen das Netz von oben nach unten entfernen und den Stamm noch einmal ein wenig einkürzen, damit die Schnittfläche Wasser gut aufnehmen kann. Bewährt haben sich Christbaumständer mit Tank. Diesen täglich mit frischem Wasser befüllen, damit der Baum ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Gerne darf auch Blumenfrisch oder eine Prise Zucker zugegeben werden. Der alte Tipp, Frostschutzmittel oder Glycerin ins Wasser zu geben, ist übrigens eher kontraproduktiv, denn dadurch verfärben sich die Nadeln braun-rot und im Wasser können sich Schimmelpilze bilden.