Deutsche Burgenstraße: Fantastische Erlebnisse

Historische Gemäuer lassen sich spielerisch entdecken

Eine Flugschau wie hier auf Burg Guttenberg zählt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die ein Besuch der mittelalterlichen Gemäuer vermitteln kann. Foto: privat
Eine Flugschau wie hier auf Burg Guttenberg zählt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die ein Besuch der mittelalterlichen Gemäuer vermitteln kann. Foto: privat
Ruinen, Burgen und Klöster: Alte Gemäuer bringen die Fantasie zum Blühen und lassen so die Vergangenheit lebendig werden. Die Auswahl im Kraichgau, Unterland und in Hohenlohe ist groß, schließlich haben die Herrscher vergangener Zeiten überall bauliche Zeugnisse ihrer Macht hinterlassen.
  
Nicht umsonst führt die Deutsche Burgenstraße mitten durch die Region. Manche, wie die Burgruine Helfenberg bei Ilsfeld, stehen einfach so in der Landschaft herum und wollen spielerisch erkundet werden. Andere sind bewohnt oder beherbergen touristische Attraktionen. So schrauben sich bei Flugschauen auf Burg Guttenberg bei Haßmersheim oder Burg Langhans in Beilstein die Greifvögel in die Luft.

Führungen
In Löwenstein wird das Burgareal sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr betreut. In dieser Zeit sind auch der Burgturm sowie der Burgkiosk geöffnet. Es werden kostenlose Führungen und verschiedene Mitmach-Aktionen angeboten.

Keine Burg, aber ein wunderbar erhaltenes mittelalterliches Areal bietet das Weltkulturerbe Kloster Maulbronn, das auch bei einer Familienführung erkundet werden kann. Ein Besuch dort lässt sich bestens mit einem erfrischenden Bad im benachbarten Tiefen See verbinden. ate

  

@Mehr Ausflugstipps

Und den Kindern wird schlecht

Urlaub mit dem Auto ist angesagt – So wird Reisekrankheit vermieden

Im Corona-Sommer gewinnen Urlaubsziele, die mit dem Auto zu erreichen sind, an Attraktivität. Doch ob Ostsee oder Bodensee: Mit ein bisschen Stau-Pech kommen schnell einige Stunden Fahrt zusammen. Nicht nur Kinder leiden dann schon mal unter der sogenannten Reisekrankheit, fachsprachlich Kinetose genannt. „Sie kann prinzipiell jeden treffen“, erklärt Professor Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Erbrechen
Symptome sind Schwindel und Kopfschmerzen, gefolgt von Übelkeit und Erbrechen. Bei Kindern kündigt sich die Reisekrankheit oft durch Blässe und Teilnahmslosigkeit an. „Als Auslöser gelten Bewegungsreize, welche auf den Gleichgewichtssinn wirken“, sagt Jelinek. „Das Gehirn ist durch den Widerspruch zwischen der fehlenden körperlichen Bewegung und den von den Augen wahrgenommenen Eindrücken überfordert.“ Im Auto treten bei den vorne Sitzenden weniger häufig Symptome auf. Lesen und Schreiben sowie Computerspiele sollten vermieden werden, außerdem hilft es, den Blick auf den Horizont zu richten. Gelegentliche Pausen sowie Musikhören sorgen für Ablenkung. Leichte, fettarme Mahlzeiten entlasten den Magen, Kaubewegungen scheinen auch die Überreaktion des Magens zu mildern. Als hilfreich gelten zudem Speisen mit Ingwer. Auf Alkohol und Zigaretten sollte verzichtet werden.

„Sollte das nicht ausreichen, kann auf Medikamente zurückgegriffen werden, über die man sich beim Hausarzt oder in der reisemedizinischen Beratung informieren sollte“, erläutert Jelinek.

Bei einem akuten Anfall gilt: auf den Rücken legen und mit den Augen die Decke oder einen Punkt am Horizont fixieren. red
  

Ablenkung für zwischendurch

So finden Eltern gute Apps für Smartphone oder Tablet

Auf langen Autofahrten oder bei Wartezeiten sind sie oft das schnelle Allheilmittel: Spiele-Apps für Kinder. Ob zum Spielen und Lernen, als Rätsel, Puzzle oder Wimmelbuch: An Auswahl mangelt es in den App-Stores nicht. Umso wichtiger ist es, sich die Angebote genau anzusehen. Die Initiative „Schau Hin! Was dein Kind mit Medien macht“ rät dabei zu folgenden Kriterien.

■ Keine Werbung oder In- App-Käufe: Kinder können oft nur schwer zwischen eigentlichen Inhalten und Werbung unterscheiden. In-App- Käufe für neue Tools oder Levels werden außerdem schnell teuer. Auch Verlinkungen zu sozialen Netzwerken oder andere externe Inhalte seien besonders für jüngere Kinder nicht geeignet. Eltern sollten In-App-Käufe in den Geräteeinstellungen deshalb mit einem Passwort sichern, um vor teuren Überraschungen geschützt zu sein.

■ Altersgerechte Angebote: Nicht alle Apps, die kindgerecht aussehen, sind auch geeignet. Altersangaben der App-Stores sind oft keine zuverlässigen Empfehlungen. Eltern können sich weitere Einschätzungen einholen, etwa von klick-tipps.net, der Kinder-App-Datenbank des Deutschen Jugendinstituts sowie der Stiftung Lesen.

■ Geräteeinstellungen: Um die ungewollte Weitergabe von persönlichen Daten zu vermeiden, können Eltern die Berechtigungen für Kamera, Mikrofon und Ortungsdienste in den Geräteeinstellungen kontrollieren und eventuell deaktivieren. dpa