Starke Konkurrenz für Steaks und Würstchen

Am Rost hält kulinarische Experimentierfreude Einzug

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Balkon und Terrasse sind von der Patina des Winters befreit. Jetzt gilt es, den Grill startklar zu machen – auch wenn das Angrillen nicht wie gewohnt in großer Runde erfolgen kann – die Köstlichkeiten vom Rost schmecken auch im kleinen Kreis.

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Und wer weiß, vielleicht wird dadurch ja manch Grillmeister dazu ermutigt, neue Rezepte auszuprobieren. Denn für die Klassiker gibt es eine starke Konkurrenz. Zwar gehören Steaks und Würstchen bei den meisten standardmäßig auf den Rost. Dort lässt sich aber fast alles zubereiten, was Lebensmittelabteilungen an Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch bieten.

Vom Grillkäste bis zur Folienkartoffel, von Garnelen bis zum Ananasspieß – für jeden Geschmack ist etwas bei. Besonders lecker schmeckt gegrillter Spargel. Dazu ist Speck ein guter Begleiter. Und so geht es: Weißen Spargel wie gewohnt schälen, mit etwas Zucker und Pfeffer würzen – nicht salzen – und mit Zitronensaft beträufeln, Jede Spargelstange mit zwei Streifen Speck umwickeln und mit etwas Butter in einer geeigneten Grillschale auf den Rost legen. Ebenfalls raffiniert: Grüner Spargel mit Pinienkernen. Dafür Spargel mit Pinienkernen, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen. Auf eine Grillschale geben oder portionsweise in Alufolie packen. Wird Spargel nicht mariniert, kann er direkt auf den Grill. Am praktischsten ist es, jeweils vier bis sechs Stangen auf einen Schaschlikspieß zu stecken. Dann braucht er, je nach Dicke, zwischen 20 und 30 Minuten Garzeit. Wem das zu lange dauert, der kann weißen Spargel vorher auch kurz blanchieren; grüner ist in zwölf Minuten zum Verzehr bereit.

Nicht nur Gemüse, auch Obst ist gegrillt ein Gaumenschmaus. Besonders gut eignen sich festere Vertreter wie Ananas, Bananen, Äpfel, Birnen, Mango und Papaya, weil sie nicht so schnell matschig werden. Auch zu Melonen, Aprikosen, Nektarinen und Erdbeeren passt das Raucharoma gut. Für alle gilt: vorsichtig waschen und trocken tupfen. Für Spießchen drei bis vier Zentimeter große Würfel schneiden. Da die Früchte selbst kein Fett enthalten, kann man sie mit neutralen Öl oder zerlassener Butter bestreichen.

Heißauf Vitamine
Wer es süßer mag, mariniert das Obst mit Honig, Ahornsirup oder braunem Zucker. Dann muss es allerdings in einer Grillschale gegart werden. Eine gute Ergänzung sind Kräuter wie Rosmarin, Minze und Basilikum oder Zitronenmelisse. Pfeffer oder Chili geben dem Grillgut die besondere Würze. Echt lecker schmecken übrigens auch mit Speck umwickelte Feigen. Für ein optimales Ergebnis reicht eine Garzeit von fünf bis zehn Minuten aus.

Beim Grillen das Obst an den Rand des Rostes legen – und darauf achten, dass dieser wirklich sauber ist. Denn würziges Steakaroma passt beim besten Willen nicht zu den süßen Versuchzungen.

Von unserer Redakteurin
Ulrike Kübelwirth