Rot on Top

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Mit Rotweinen spielt Württemberg auf Bundesliga-, teils gar auf Champions-League-Niveau. Hier einige Beispiele: Allen voran ist es die heimische Paradesorte Lemberger, die den Wengertern regelmäßig zur Ehre gereicht. Dass die besten Exemplare im Zabergäu wachsen, wohin sie die Grafen Neipperg angeblich aus dem Habsburgerreich eingeführt haben, weiß inzwischen jeder Schoppentrinker. Der im Barrique ausgebaute Divinus Lemberger Reserve des Weinkonvents Dürrenzimmern zeigt die typischen violetten Reflexe. In der Nase dominieren pfeffrige Noten und Aromen von Kaffee und Tabak. Am Gaumen zeigt sich eine dezente Frucht und eine kräftige Tanninstruktur. Von der etwas eleganteren Art ist der Lemberger Herzog C von den Weingärtnern Cleebronn & Güglingen: Das komplexe Aroma erinnert mit einer pfeffrigen Würze an frische Cassis, eingemachte Brombeeren und Bitterschokolade. Über die saftige Mitte hinaus zeigt sich am Gaumen ein schön ausgewogener Körper mit herrlichem Nachhall.
   
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Den Lemberger Nummer Eins der Nordheimer Privatkellerei Rolf Willy beschreiben DLG-Tester so In der Nase eröffnet sich ein vielfältiges Aromenspektrum von Kirsche, Brombeere und Holunder, gepaart mit Komponenten von Vanille, Tabak und dunkler Schokolade. Die komplexe Struktur wird umhüllt von einem dichten, samtigen Tanninkleid, am Gaumen finden sich die intensiven Fruchteindrücke wieder; das Finale ist lang anhaltend und wärmend. Trotz Holzfasslagerung eher von der weichen und runden Art zeigt sich der Signum II der Weingärtner Stromberg-Zabergäu, so wie es anspruchsvolle Schwaben mögen: Wärme, milde Fülle und schmeichelhaft am Gaumen. Mittlerweile ein echter Klassiker aus der Lemberger-Hochburg Brackenheim. Der aus der gleichnamigen Weinkellerei entsprungene Christian Hirsch aus Leingarten gilt als Bundesliga-Spieler, wenn nicht gar als Meister der Cuvéetierung. Beim „Rot und Wild“ ist der Name Programm: würzig, vollmundig, ausbalanciert, mit viel Kraft und Frucht bei angenehmer Wucht. Der Wein spiegelt die Wanderjahre des heimatverbundenen Machers wider: von der Lemberger-Basis über Merlot zum Cabernet.