Vom Ion zum E-208

PEUGEOT: Hersteller bringt elektrische Angebote aller Art auf den Markt

Der E-208 wird von einem Elektromotor mit 136 PS angetrieben, seine Reichweite soll bei 340 Kilometern liegen. Fotos: Peugeot
Der E-208 wird von einem Elektromotor mit 136 PS angetrieben, seine Reichweite soll bei 340 Kilometern liegen. Fotos: Peugeot
Von Bernd-Wilfried Kießler

Die Stamm-Marke des französischen PSA-Konzerns kann sich der Elektrifizierung nicht entziehen – auch bei Peugeot ist sie ein aktuelles Thema: Ob Hybrid, Plug-in Hybrid oder batterieelektrisch – man ist in allen Klassen dabei.

Schon im Jahre 2010 brachte Peugeot den Ion auf den Markt – der 3,42 Meter kurze Viersitzer entstand in Zusammenarbeit mit Mitsubishi. Die Japaner haben ihren i-Miev (später EV) vom hiesigen Markt zurückgezogen – der Peugeot Ion wird ebenso wie das Schwestermodell Citroën C-Zero weiterhin angeboten. Beide sind mit ihren rund 150 Kilometern Reichweite typische Modelle für die Stadt und das nähere Umland. Mit nominellen 21 800 Euro ist der kleine Peugeot für Menschen mit mittelgroßen Geldbeuteln erschwinglich, zumal sich von der Rechnung noch 4000 Euro E-Zuschuss abziehen lassen.

Mit dem Ion war Peugeot der Zeit voraus – mitten im Trend liegt die Hybrid4 genannte Ausführung des 4,45 Meter langen SUV namens 3008. Weil seine beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sitzen, machen sie das Auto in Zusammenarbeit mit einem Benzinmotor zeitweise zu einem Allradler, der mit einer Systemleistung von 220 kW/300 PS vor Kraft strotzt. Im kommenden Jahr folgt ihm ein Fronttriebler mit 225 PS.
  
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Für die Mittelklassebaureihe 508, die aus einer Limousine mit großer Heckklappe und dem SW-Kombi besteht, wird es Anfang 2020 auch Plug-in- Modelle geben. Dazu nennt Peugeot vorab eine Systemleistung von 165 kW/225 PS aus einer Kombination von Benzin- und Elektromotor. Für die Batterie wird eine Kapazität von 11,8 Kilowattstunden angekündigt, was einer elektrischen Reichweite zwischen 50 und 100 Kilometer entsprechen dürfte. Den Akku haben die Ingenieure so untergebracht, dass die Gepäckräume nicht schrumpfen und weiterhin 487 sowie 530 Liter in Limousine und Kombi passen. Ganz neu kommt in diesem Herbst die nächste Generation des Kleinwagens 208, der inzwischen auf 4,06 Meter gewachsen ist. Seine Bugpartie folgt der Linie des großen 508 und wirkt mit ihren säbelartigen Tagfahrlichtern ausgesprochen angriffslustig – unverwechselbar in der konkurrierenden Kleinwagenmeute aus vieler Herren Länder. Natürlich gibt es den 208 wieder mit einer Auswahl an ebenso flotten wie wirtschaftlichen Otto- und Dieselmotoren. Aber – er wird der erste batterieelektrische Peugeot nach dem Ion sein. Seine theoretische Reichweite von 340 Kilometern ist gegenüber dem Winzling ein Quantensprung. Der E-208 wird von einem Elektromotor mit 100 kW/136 PS angetrieben, fürs Laden an einer heimischen dreiphasigen Wallbox werden fünf Stunden vorhergesagt.
  

2008 als E-Variante

Auf der gleichen Plattform wie der 208 baut der 2008 auf. Mit 4,30 Metern hat der 2008 deutlich zugelegt. Auch diesen Neuling, der im ersten Quartal 2020 erwartet wird, gibt es als E-2008 Sein Antriebsstrang samt Batterie gleicht dem des E-208 – mehr ist zur Zeit nicht bekannt. Übrigens gibt Peugeot auf alle Batterien eine Garantie von acht Jahren oder 160 000 Kilometer. bwk